Die Hersteller von Autoradios sind optimistisch: Bis 1980 rechnen sie mit einer Steigerung der Verkaufsziffern in der Bundesrepublik von 1,6 Millionen auf 2,8 Millionen Geräte. Dann würde jeder zweite Autofahrer im Besitz eines Autoradios sein.

Eine zunehmende Rolle werden künftig Stereogeräte spielen. Es gibt sie schon jetzt mit verschiedenen Lautsprechersystemen. Vorerst konzentriert sich das Interesse auf Autoradios mit integriertem Stereo-Cassettenteil, sogenannte Kombinationsgeräte. Spezielle Verkehrsfunkempfänger liegen fertig in der Schublade – für den Tag X, an dem dafür grünes Licht gegeben wird.

Dem Wunsch nach vereinfachter Bedienung der Autoradios kommen die deutschen Hersteller durch Verbesserung der Speichersysteme entgegen. So hat Philips zum Beispiel jetzt ein System entwickelt, mit dem auf einer Vorwähltaste jeweils zwei Sender, statt wie bisher ein Sender gespeichert werden können (,,Twin-Prestolock" -System). Mit einer weiteren neuen Abstimmerleichterung lassen sich wahlweise sechs Sender im UKW-, MW- oder KW-Bereich belegen und durch Druck einer einzigen Taste heranholen ("Turnolock"-System).

Wer in einem Wohngebiet zu Hause ist, wo er ständig einen neuen Sender einstellen muß, darf bald auf Hilfe hoffen: Philips hat einen kleinen "elektronischen Aufpasser" entwickelt, der nachträglich in das Autoradio eingebaut werden kann. Durch ein Lämpchen zeigt das Gerät auf der Skala an, ob der Autofahrer einen Sender eingestellt hat, der für längere Zeit einwandfreien Empfang sicher. K.H.S.