Die Spannungen in den drei Krisengebieten Naher Osten, Pakistan und Vietnam halten unvermindert an.

  • Nach dem Raketenangriff arabischer Guerillas auf den Tanker "Coral Sea" – Bestimmungshafen: Eilat – sprach der israelische Verteidigungsminister Dayan von dem "Wind des Krieges", der wieder wehe. Ägypten alarmierte seine Truppen aus Furcht vor einem Vergeltungsschlag und brüskierte gleichzeitig den amerikanischen Außenminister Rogers: Von einer "wesentlichen Übereinstimmung über die Wiedereröffnung des Suezkanals könne keine Rede sein.
  • Indien und Pakistan beschuldigen sich gegenseitig kriegerischer Aktionen und Vorbereitungen. Sechs Millionen Flüchtlinge aus Ostbengalen zählte Neu-Delhi zu Wochenbeginn; der tägliche Zustrom ist auf 24 000 Menschen abgesunken, Ihre Lage hat sich nach einem Cholera-Ausbruch und der Gefahr einer Typhus-Epidemie verschlechtert.
  • In Kambodscha und im nördlichen Südvietnam greifen die Nordvietnamesen seit dem 28. Mai an. Die Laos-Invasion hat ihren Nachschub offenbar nicht unterbunden. Im amerikanischen Senat scheiterte ein Antrag, die 224 900 Gls bis zum 31. Dezember abzuziehen, mit 55 gegen 42 Stimmen. Der Protest gegen den Vietnam-Krieg erhielt neue Nahrung durch die Veröffentlichung der McNamara-Studie in der New York Times, Washington Post und Boston Globe.