Anzag: Keine weiteren Käufe geplant

Einen Umsatzanstieg um 23 Prozent auf 808 nach 687 Millionen Mark ist das kennzeichnende Merkmal für das Geschäftsjahr 1970 bei der Andreae-Noris Zahn AG, Frankfurt, Deutschlands größtem Arzneimittel-Hersteller. Die Umsatzsteigerungen beruhen, zu einem Teil auf der Übernahme anderer pharmazeutischer Großhandlungen, die mit einer kräftigen Erweiterung des Zweigstellennetzes verbunden war. Doch der Gewinn folgte dem Umsatz nicht: Nach einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 20 Mark im Jahr 1969, waren es im vergangenen Jahr nur 16,30 Mark. Die Expansion von 1970 wird sich im laufenden Geschäftsjahr nicht fortsetzen, da an weitere Käufe von Firmen nicht gedacht ist.

Preußenelektra: Kosten steigen schneller

Die Preussische Elektrizitäts-AG, Hannover, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Konzern-Stromabsatz um 11,5 Prozent auf 24,5 Milliarden kWh steigern und lag damit über der durchschnittlichen Zuwachsrate mit 9,4 Prozent. Aber auch sonst stiegen die Zahlen: Die Investitionen lagen um 231 Millionen Mark über denen des Vorjahrs, sie konnten jedoch nur mit 375 Millionen über Abschreibungen finanziert werden. Für die Jahre 1971 bis 1975 plant der Konzern Investitionen in Höhe von rund fünf Milliarden Mark. Zur Finanzierung benötigt der Konzern zusätzliches Eigenkapital von seinen Aktionären (86,3 Prozent des Aktienkapitals von 500 Millionen liegen bei der Veba, der Rest ist in öffentlichem Besitz). Noch in diesem Jahr ist die Kapitalerhöhung von 100 Millionen Mark zum Kurs von 200 Prozent vorgesehen. Um die gestiegenen Kosten verkraften zu können – Kohle wurde in den letzten 20 Monaten um 40 Prozent und Öl in zehn Monaten um 55 Prozent teurer – will man noch in diesem Jahr eine zweite Strompreiserhöhung durchsetzen.

Norddeutsche Landesbank: 17 Milliarden im ersten Jahr

Nach der Fusion der Niedersächsischen Landesbank – Girozentrale – mit der Braunschweigischen Staatsbank, der Hannoverschen Landeskreditanstalt und der Niedersächsischen Wohnungskreditanstalt zur Norddeutschen Landesbank konnte das neue Institut den ersten Jahresbericht vorlegen. Die Bilanzsumme erreichte 17 Milliarden Mark. Gegenüber den zusammengefaßten Bilanzen der vier fusionierten Banken entspricht dies einer Steigerung um 8,3 Prozent. Dabei entwickelte sich das Geschäft in den einzelnen Sparten unterschiedlich: Die höchste Zuwachsrate wurde im kurz- und mittelfristigen Geschäft erreicht. Sie betrug 32 Prozent. Das langfristige Geschäft ist aber nach wie vor der wichtigste Geschäftszweig (Anstieg 1970: 21,7 Prozent). Die Ertragslage stand auch bei der Norddeutschen Landesbank unter dem Einfluß ständig steigender Kosten. Dennoch konnte ein Überschuß von 42,62 Millionen Mark erzielt werden. Die haftenden Eigenmittel der Bank wurden um 31,5 auf 517,9 Millionen Mark erhöht.

Nordhypo-Bank: Auf Expansionskurs