Währung

Zu einfach gemacht

Robert A. Hendrickson: Die Zukunft des Geldes. Verlag Fritz Molden, Wien-München-Zürich, 400 Seiten, 28,– DM

Wenn es eine Erklärung dafür gibt, daß Anlage- und Vermögensberater keinen Reichtum anhäufen, obwohl sie fortwährend anderen Leuten gute Ratschläge geben, wie man Reichtümer erwerben kann – dann die, daß auch sie nicht in die Zukunft sehen können. Aber es gehört wohl zu ihrem Geschäft, so zu tun, als könnten sie es doch.

Der Amerikaner Robert A. Hendrickson, Rechtsanwalt, Anlageberater und Vermögensverwalter, versucht denn auch, die Zukunft des Geldes zu deuten. Solange er sich mit der Entwicklung des internationalen Währungssystems befaßt, vermehrt er lediglich die Legion der Bücher, die in den letzten Jahren diesem Thema gewidmet wurden. Sobald er sich aber auf das Gebiet der Zukunft begibt, fällt ihm nichts anderes ein, als die Schaffung einer einheitlichen Weltwährung zu empfehlen. Einfacher geht es nicht mehr. Als ob es nicht schon genug Schwierigkeiten gäbe, wenigstens eine einheitliche Konjunkturpolitik zu praktizieren, als ob es nicht schon schwierig genug wäre, wenigstens im eng begrenzten Raum der EWG eine Europa-Währung zu kreieren: für Hendrickson gilt es lediglich „geistige Hürden“ zu überwinden. nh

  • Nicht empfehlenswert