Sehenswert:

„Taking off“, von Milos Forman. „Pechvögel“, von Jerry Lewis. „Die Nacht der lebenden Toten“, von G. A. Romero. „Fluchtpunkt San Franzisko“, von Richard C. Sarafian.

Im Fernsehen: „Der Salpeterkrieg“ (Chile 1969), von Helvio Soto (ARD am 6. Juli) ist der Erstling eines Regisseurs, der sich in Cannes und jetzt auf dem Forum des Jungen Films in Berlin mit „Vota mas fusil“, einem Film über die Geschichte des Sozialismus in Chile, präzisiert hat. Auch im „Salpeterkrieg“, geht es nur äußerlich um einen betörend schön inszenierten und photographierten, spannenden Action-Film, gebaut fast wie ein nordamerikanischer Western. Die 17; Soldaten, die im Jahr 1879 durch die Wüste ziehen, verdursten, kämpfen, töten und getötet werden, erkennen noch nicht, daß sie für Interessen sterben, die nicht, die ihren sind.

PWJ

„Der Hausmeister“ (England 1963), von Clive Donner (ARD am 7. Juli). „Der schwarze Sergeant“ (USA 1959), von John Ford (ZDF am 3. Juli). „Die Einsamkeit des Langstreckenläufers* ’(England’’1.962),’. von Tony Richardson (Bayern III am 3. Juli).

Fragwürdig:

„Zacharia“, von George Englund. Da haben wohl ein paar Kids in Hollywood irgendeinem verunsicherten alten Produzenten Geld abgeschwatzt mit dem Versprechen, mal so einen richtigen Western für die heutige Jugend zu machen. Das sieht dann so aus: In der Wüste steht Country Joe and the Fish und spielt mit Verstärkeranlagen, Schlagzeug und Elektrogitarre. Eine Postkutsche fährt vorbei. Im Gegenlicht der Abendsonne reitet ein schmalbrüstiges Bürschchen, das als Revolverheld ausgegeben wird. Einem langhaarigen, blaßlippigen Kerl hat man die Kleidung Zorros umgehängt. Das soll der Böse sein. Salondamen tanzen Jerk, und nur die Pferde sind nicht poppig angestrichen. Leute werden erschossen, Freundschaften gehen in die Brüche, alte Männer sterben, und keiner weiß warum. Man fühlt sich wie in einer Schüleraufführung eines John-Ford-Films. Ein Pennäler-Western. WL