Um die Spekulationen über die Dortmunder-Brauerei AG, Deutschlands größte Braustätte, ist es im vergangenen Jahr wieder ruhig geworden. Von den 75 Millionen Mark Aktienkapital hält die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank 28 und der Hamburger Zigarettenkonzern Reemtsma 25 Prozent.

Das vergangene Jahr wurde von der DUB-Verwaltung für organisatorische Maßnahmen genutzt: die Schwabenbräu AG wurde mit der DUB verschmolzen, nachdem zuvor die Krefelder Brauerei Tivoli auf Schwabenbräu umgewandelt worden ist. Das Frankfurter Brauhaus und die X. Münch-Bräu GmbH wurden in den DUB-Konzern einbezogen. Jetzt soll auch die Schlegel-Scharpenseel-Brauerei AG in der DUB aufgehen; den freien Aktionären wird ein Umtausch ihrer Aktien im Verhältnis 1:1 in DUE-Aktien angeboten.

Der Bierabsatz im Konzern stieg auf 4,57 Millionen Hektoliter, der Absatz alkoholfreier Getränke auf 0,77 Millionen Hektoliter. Rechnet man den nicht angegebenen Ausstoß der Schlegel-Brauerei hinzu, so dürfte die DUB-Gruppe auf einen Gesamtausstoß von 6 Millionen Hektoliter kommen.

Der Jahresüberschuß war mit 16,97 Millionen Mark um 4,85 Millionen Mark höher als im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie ist jedoch durch die Kosten der Umwandlung und erhöhter Werbekosten von 30 auf 26 Mark zurückgegangen. Nach der Dotierung der Rücklagen mit 3 Millionen Mark werden 13,25 Millionen an die Aktionäre ausgeschüttet. mh