Deutlicher als erwartet hat sich die OAU gegen den „Dialog“ mit Südafrika ausgesprochen. Mit 28 gegen sechs Stimmen bei fünf Enthaltungen erteilte die Gipfelkonferenz in Addis Abeba der Elfenbeinküste, die für den Dialog eintritt, in der vergangenen Woche eine klare Absage. Für die Elfenbeinküste bedeutet dieser Entscheid einen schweren Prestigeverlust. Sie will allerdings ihre Bemühungen nicht aufgeben: Präsident Houphouet-Boigny kündigte bereits eine neue Initiative an.

Das „Wirtschaftswunderland“ Afrikas konnte aber nicht einmal die Nachbarländer auf seine Seite bringen, mit denen es durch mehrere Abkommen verbunden ist und denen es, wie Oppositionspolitiker klagen, durch fast koloniale Ausbeutung seine wirtschaftliche Vormachtstellung verdankt. Immerhin zählen – laut einer Untersuchung der Vereinten Nationen – Dahome, Mali, Niger, Obervolta und der Tschad zu den 25 unterentwickeltsten Ländern der Welt.