Eisern sparen und auf die Fusion hoffen, lautet die Devise bei der Phoenix Gummiwerke AG in Hamburg-Harburg. Wie ernst es mit dem Sparbeschluß ist, zeigt die Kürzung des laufenden Investitionsvolumens von 35 auf 25 Millionen Mark. Der Entschluß ist bestimmt nicht leichtgefallen, denn von der Aufnahmefähigkeit des Marktes ist er nicht erzwungen – im Gegenteil: Phoenix könnte mehr verkaufen, wenn man nur mehr produzieren könnte.

Doch die steigenden Kosten erzwingen Sparmaßnahmen Bei einer Umsatzsteigerung von 11,7 Prozent (526,8 Millionen Mark) ging der Jahresüberschuß um 8,5 Prozent auf 12,9 Millionen Mark zurück, und dieser Überschuß konnte nur durch außerordentliche Erträge gehalten werden. Nach der Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 16 Prozent bleiben 4,3 Millionen für die Rücklagen.

Der Ertragsrückgang wird auch im laufenden Jahr nicht aufzuhalten sein – Preiserhöhungen sind auf dem Markt nur sehr schwer und nur in geringem Umfang durchzusetzen. Durch eine Kooperation oder am besten durch eine Fusion mit Continental ließen sich die gegenwärtigen Wachstums- und Ertragsprobleme wesentlich einfacher lösen.

Sowohl das Phoenix-wie auch das Continental-Management sind für ein Zusammengehen, die Frage ist nur, ob die Großaktionäre sich in absehbarer Zeit auf eine Lösung einigen. Bei einem Zusammenschluß würden sich im Bereich der technischen Gummiwaren ansehnliche Rationalisierungsmöglichkeiten ergeben. rod