Sobald wir die Grenze hinter uns haben und während wir die Autobahn ost- und nordwärts rollen, sind im allgemeinen freudige Rufe fällig. „Wie schön ist doch das Rheinland!“ und „Dies Westfalen – wie schön!“ und „Ja, in Norddeutschland – da sieht alles ordentlich aus, grün und anmutig“. Sogar der Feststellung, daß Deutschland eines der schönsten Länder der Welt sei, ist schwer zu – widersprechen. Aber diesmal war alles anders.

Der Beamte, der am Autobahn-Zollamt bei Aachen die Papiere kontrollierte, sagte: „Ihr Paß ist ungültig. Gehen Sie ins Hauptgedrei.“ und melden Sie sich Zimmer drei.“

Sie war ganz verdutzt darüber, das ihr Paß abgelaufen war: seit vierzehn Tagen ungültig. Und während ich den Wagen parkte, merkte ich, daß sie ängstlich war. Ich dachte, ich sollte sie begleiten. Zu ihrem Schutze und aus Neugierde.

Im Zimmer drei: Der Beamte sagte zuerst nichts, denn er schrieb, und wir mußten warten. Als er die Augen hob, erklärte sie ihm, der Paß sei abgelaufen. Er senkte die Augen auf den Paß und sprach: „Er ist seit vierzehn Tagen abgelaufen!“

„Ja, aber ich habe es nicht gewußt!“

„Das gibt es nicht, daß man das nicht weiß! Man hat zu wissen, ob sein Paß gültig ist!“

„Ja, was machen wir denn jetzt?“