Auch in Niedersachsen soll es nun bald weibliche Polizisten geben. Da etwa 1000 Planstellen bei der Polizei unbesetzt sind, sucht das Innenministerium in Hannover Mitarbeiterinnen für den Verkehrs- und Revierdienst. Ob die Polizistinnen auch Beamte werden, steht noch nicht fest.

*

Die Zahl der Handwerksbetriebe ist in den letzten beiden Jahren um 16 000 auf etwas über 600 000 zurückgegangen. Die Zahl der Beschäftigten stieg allerdings in der gleichen Zeit um 8000 auf über 4 Millionen. Um den „katastrophalen Mangel an Facharbeitern“ zu beheben, haben sich die Handwerksverbände etwas Neues einfallen lassen: Sie wollen vor allem Kinder von Gastarbeitern in die Lehre nehmen.

*

Spitzenverdiener unter den deutschen Handwerkern sind seit kurzem die Klempner und Installateure. Mit einem Bruttostundenlohn von 6,41 Mark verdrängten sie die Metzger von der ersten Stelle, die zehn Pfennig weniger verdienen. Ein Handwerksgeselle kam 1970 im Durchschnitt auf einen Bruttolohn von 271 Mark in der Woche.

Mindestens 12 000 Gymnasiallehrer und 10 000 Realschullehrer fehlen zur Zeit in der Bundesrepublik. Diese Zahlen hat der Deutsche Lehrerverband ermittelt. Nur wenn diese Lücke geschlossen würde, könnten die vorgeschriebenen Unterrichtsstunden ohne Aushilfskräfte erteilt werden. Die meisten Pädagogen fehlen nach wie vor in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern. An den kaufmännischen Berufsschulen sieht es nicht besser aus: Hier fehlen gegenwärtig mindestens 2400 Lehrer.

Manager können künftig auf dem laufenden bleiben, auch wenn sie keine Zeit zum Lesen von Zeitschriften und Fachbüchern haben. Ein Schweizer Unternehmen, die Orbit Business Society in Genf, will die Wirtschaftsbosse mit Hilfe von Kassetten-Recordern über die neuesten Entwicklungen in ihrem Fach unterrichten. Gleichzeitig sollen mit Video-Recordern die neuesten Management-Methoden vermittelt werden.

Die Architekten beklagen sich, daß ihre Einkommen hinter den steigenden Baupreisen zurückbleiben. Von 1967 bis 1969 stiegen die Einkommen freischaffender Architekten um durchschnittlich 210 Mark im Jahr. Die Architektenkammer Baden-Württemberg klagt, daß sich die Einkommen ihrer Mitglieder gegenüber vergleichbaren Berufsgruppen am ungünstigsten entwickelt haben. Das höchste Durchschnittseinkommen erzielen Architekten übrigens erst, wenn sie älter als 60 Jahre sind.