Fried. Krupp: Wieder stabil

Der Plan wurde eingehalten. Nach einer dreijährigen Konsolidierungsphase sind bei der Fried. Krupp GmbH die großen Verlustquellen beseitigt, Liquidität und Finanzlage wieder in Ordnung und der Konzern gestrafft. Im Geschäftsjahr 1970 wurden bei einem um 0,764 auf 7,19 Milliarden Mark gestiegenen Umsatz die Finanzschulden um 113 Millionen Mark abgebaut und gleichzeitig ein Jahresüberschuß von 109,6 Millionen Mark erzielt, nachdem noch vor zwei Jahren ein Verlust von zehn Millionen ausgewiesen werden mußte. Der Gewinn von 53,8 Millionen Mark wird nach Tilgung des restlichen Verlustvortrages zur Stärkung der Eigenmittel in die Rücklagen eingestellt.

Albingia: Greift kräftig zu

Die Albingia Versicherungs-AG, Hamburg, wird ihr Kapital im Verhältnis 3:1 zu dem für Versicherungsunternehmen ungewöhnlichen Ausgabekurs von 300 Prozent von 21 auf 28 Millionen Mark aufstocken. Gleichzeitig hat die Gesellschaft für 1970 die Dividende von 16 auf 12 Prozent gesenkt. Allerdings ist die Dividende echt verdient und nicht ganz oder teilweise den Rücklagen entnommen. Auch sonst hat der Vorstand auf Bilanzverschönerungen verzichtet.

Esso: Töchter brachten Gewinn

Die Steigerung des Mengenabsatzes um zehn Prozent auf 23,5 Millionen Tonnen brachte im Geschäftsjahr 1970 bei der Esso AG, Hamburg, eine Erhöhung des Umsatzes um 17 Prozent auf 5,8 Milliarden Mark. Dennoch ist man in Hamburg nicht zufrieden. Wohl konnte ein Jahresüberschuß von 98 Millionen ausgewiesen werden – 1969 schloß mit einem Minus in Höhe von 85 Millionen Mark – doch das „reine Ölgeschäft“ brachte immer noch keinen Gewinn. Das positive Ergebnis ist vielmehr die Folge stark gestiegener Beteiligungserträge und außerordentlicher Erträge. Insgesamt zeigte 1970 „hoffnungsvolle Ansatzpunkte für die Zukunft“. Bis 1980 will man bei Esso 25 Milliarden Mark in Deutschland investieren.