uf der Kommandobrücke des sechstgrößten und bei weitem expansivsten Unternehmens der Welt ist überraschend eine Wachablösung eingetreten: Der Aufsichtsratsvorsitzende des Computerkonzerns International Business Machines Corporation (IBM), der 57jährige Thomas J. Watson junior, hat seinen Platz für den 58jährigen T. Vincent Learson, seit 1966 IBM Präsident, geräumt. Dessen Position nimmt Frank T. Cary, 50, ein, seit drei Jahren Executive Vizepräsident.

Thomas Watson jr war 1956 nach dem Tode seines Vaters Thomas J. Watson senior, der die IBM seit 1914 — aus der Executive Committee begnügt, so führt er vor allem gesundheitliche Gründe an:

"Obwohl mir mein Arzt versichert hat, habe, war mir doch klar, daß es besser sei, meine berufliche Tätigkeit einzuschränken Offen bleibt die Frage, ob auch die Antitrustverfahren, in die IBM gegenwärtig verwickelt ist, den Entschluß Watsons förderten.

der IBM angehört, gilt als ebenso profilierter wie harter Mann. Ein Hüne von Gestalt (1 97 Meter groß), hatte er es jahrelang verstanden, Still und unbemerkt damaligen Compiuing Tabulaüng Re e in keinen Angriffen ausgesetzter mittlerer Angestellter zu bleiben, "bis er und das Topmanagement von IBM füreinander reif wurden", schreibt William Rodgers in seiner kritischen "IBM Saga".

Held" der Computer Serie 360 gilt und dem von seinen Freunden auch Güte und Großherzigkeit bescheinigt werden, hatte zuletzt ein Einkommen von 232 000 Dollar zuzüglich 90 000 Dollar Dividendeneinnahmen. Bei IBM gehören ihm 18 000 von 114 5. Millionen Stück Aktien.

co fding Company heraus — zu einem schlagkräftigen Unternehmen mit großen Zukunftschancen entwickelt hatte, Chairman o the Board geworden. Vorher hatte er sechs Jahre lang das Amt des Präsidenten inne. Im Krieg absolvierte "Tom", der sich schon vorher als Zivilflieger die Sporen verdient hatte, an die 1500 Flugstunden. Er war dem amerikanischen "Leih Pacht Kader" in Moskau zugeteilt und hatte die Aufgabe, den US Luftwaffeninspekteur zu den einzelnen Stützpunkten zu fliegen. Dabei gewann er Selbstvertrauen und Unabhängigkeit auch gegenüberseinem jähzornigen Vater. Als er später in der Firma unter Watson senior in der Hierarchie aufstieg, scheute er sich nicht, seinen eigenen Standpunkt durchzusetzen. Als Präsident der Internoch über annähernd 640 000 Aktien, das sind knapp 0 6 Prozent. Thomas Watsons Bruder Arthur K. Watson ist bereits 1970 als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der IBM und als gegen den amerikanischen Protektionismus.

. Wenn er jetzt als Chief Executive Officer abtritt und sich mit dem mehr dekorativen Posten eines Vorsitzenden des ausgeschieden, um US Botschafter in Paris zu werden. Ob die Dynastie Watson im Führungsgremium wieder einmal vertreten sein wird, kann heute niemand sagen bö Der Nachfolger Learson, der seit 1935 Dieser Mann, der als "unbestrittener Die Familie Watson verfügt zusammen