Hervorragend:

„Wo bitte geht’s zur Front“, von Jerry Lewis. „Das Bataillon der Verlorenen“, von Francesco Rosi. „Deep End“, von Jerzy Skolimowski. „Der Wolfsjunge“, von François Truffaut. „Der Tod in Venedig“, von Luchino Visconti.

Im Fernsehen: „La Chinoise“ (Frankreich 1967), von Jean-Luc Godard (West III am 9. Juli), ist eine Vorwegnahme des Mai 68, aber auch der Schwierigkeiten des Filmemachers Godard. Der Film will Kulturrevolution am Beispiel einer Pariser Ferienkommune nicht nur beschreiben, sondern auch machen. Doch es bleibt notwendig eine Kinorevolution, die nicht einmal das Kino revolutioniert hat. Daß er mit seinem bürgerlich geprägten Kulturbewußtsein nicht darüber hinausreichen kann, hat Godard seitdem nicht nur gemerkt, sondern auch sattsam bekundet.

PWJ

Sehenswert:

„Taking off“, von Milos Forman. „Pechvögel“, von Jerry Lewis. „Die Nacht der lebenden Toten“, von G. A. Romero. „Fluchtpunkt San Franzisko“, von Richard C. Sarafian. „Geschichten vom Kübelkind“, von Ula Stöckl und Edgar Reitz.

Im Fernsehen: „Mordgeschichten“ (Frankreich 1966), von Alain Jessua (ZDF am 12. Juli), bleibt als Versuch bemerkenswert, die Pop-Welt der Comic-Strips ins Kino heimzuholen. Leider hat Jessua seinen Einfallsreichtum unter die Ambition gestellt, einen Film mit kulturkritischem Anspruch zu machen. Es geht also gar nicht übermäßig naiv zu, wenn Comic-Autor Pierre nebst zeichnender Gemahlin Jacqueline am Genfer See die Phantasien eines ebenso neurotischen wie reichen Muttersöhnchens befriedigen. Fragen der Identifikation und der Ausbeutung, in diesem Rahmen unlösbare Fragen, setzen dem Vergnügen an den überschäumenden Erfindungen sauer zu. PWJ