Seit sie bei uns gegenüber das Haus bauen, bin ich sehr aufgeregt und renne herum und denke: was soll ich bloß machen. Ich kann natürlich nichts machen, alles wird seinen Gang gehen, aber was tut man nicht alles, man versucht sein möglichstes. Immer war der Platz schon frei gewesen, früher war da ein Schlachthaus und dann brannte es ab und dann war lange Zeit gar nichts und Gras wuchs, und jetzt bauen sie da also das Haus, eine Art Halle vielmehr, etwas Fabrikähnliches, und es wird ja auch eine Fabrik, und ich renne herum, wie gesagt. Es ist nämlich so, daß diese Fabrik Kopak-Pakote herstellen wird, ich habe nie gehört, daß es das gibt: Kopak-Pakote, und in der Zeitung stand es auch: daß wir die erste Stadt wären mit einer Fabrik für derartige Pakote, und die Industrialisierung schritte nun zügig voran. Das kann man wohl sagen, denn die Reissach muß umgeleitet werden wegen der Fabrik, damit sie Kühlwasser kriegt, und überhaupt wird es nicht bei diesem einen Haus bleiben, das wäre erst der Anfang, heißt es, paß nur auf, was da noch alles kommt, ganze Viertel werden abgerissen und eine zweite Bahnstation kommt her und alles mögliche noch, es ist nicht abzusehen, und alles wegen der Kopak-Pakote, das ist es ja, was mich so aufregt. Und also bin ich hin zur Polizei und habe es angezeigt, ich habe gesagt: Bitte nehmen Sie folgendes Sinnlose zu Protokoll, aber es war vergeblich, ich hätte es mir denken können. Bringen Sie uns einen Mörder, dann können wir eingreifen, sagten sie, für Kopak-Pakote sind wir nicht zuständig, es sei, sagten sie, nicht Aufgabe der Polizei, Sinnloses zu verhüten, und zu verbieten. Darauf habe ich aber gesagt, daß es sehr wohl ihre Aufgabe sei, Sinnloses zu verhüten und zu verbieten, und ich brächte hiermit zur Anzeige, daß eine Pakotfabrik gebaut zu werden im Begriffe sei ohne einen anderen Sinn als den, daß man sie baue und, sagte ich, es gebe keinen Menschen auf der Welt, der Bedarf habe für sowohl Kopak als auch Pakote und: Oho, da wisse ich ja sehr viel! sagten die Polizeileute, zumindest gäb’s jetzt endlich mal Arbeit für alle die Hungerleider in dieser Gegend, und ich sagte, man könne auch einen Sack Kartoffeln dreimal ums Haus tragen, das sei auch Arbeit, bloß erreicht sei nichts damit, meine Herren, und die Herren sagten: wenn’s Ihnen einer bezahlt, warum dann sollen Sie keinen Sack Kartoffeln ums Haus tragen, nein, nein, Sie sind ein Stänkerer und Querulant, machen Sie, daß Sie rauskommen mit Ihrer Anzeige, und sie gaben mir die Adresse von den Kopak-Pakote-Leuten, und da schrieb ich dann hin. Ich schrieb: So und so und was das denn zu bedeuten habe: Kopak, ist das ein Kunststoff? und Pakote: wie sehen sie aus? und darauf kam ein freundlicher Brief mit einem bunten Prospekt, Unser Produktionsprogramm, und man sei mir sehr verbunden für mein Interesse, und in der Tat: Kopak sei ein Kunststoff und entstehe auf folgende Weise: indem man Quarz, Gelatine, Kohlenstoff, mehrere Semipolystrate und Kopakrenolverbindungen (daher der Name!) unter Zuführung von Methanstickstoff bei hohem Druck und 400 Grad Celsius aufschäume und zu einer brüchig-kristallinen Masse verarbeite, diese dann 15 Monate lang lagern lasse bei Tiefkühlung in einem Halbvakuum, dann zermale und im Lichtbogen-Zerstäubeverfahren wie folgt (folgt Darstellung des Lichtbogen-Zerstäubeverfahrens Pat. Nr. 825 142) zerstäube, wodurch es bei Anwesenheit eines Katalysators aus hydriertem Oktanpolarit zur Bildung von Tröpfchen komme. Diese Tröpfchen, die sich an der unterkühlten Chromvanadium-Wand der Lichtbogen-Zerstäuberglocke niederschlagen, seien der eigentliche Ausgangsstoff zur Herstellung der Kopak-Pakote, wobei etwa auf eine Tonne verwandten Rohmaterials ein Tröpfchen komme im Gewicht von ca. 0,85 g, und nun beginne der eigentliche Produktionsvorgang und zwar wie folgt und ich habe dann nicht mehr weitergelesen, und ich wollte ja auch nur wissen, wozu man sie braucht, die Kopak-Pakote, aber es stand nichts da, nur ein Pakot war abgebildet, ein rundes dickes Ding, eine Scheibe, wie von einem Baumstamm abgesägt, aber kleiner natürlich, wie eine Schallplatte, und von diesen würde man einige hundert herstellen pro Jahr, später einige tausend dank dem unaufhaltsamen Fortschritt, und ich dachte: also meinetwegen, sollen sie. Aber das dachte ich bloß, weil ich nichts ändern konnte, und es würde alles so geschehen, wie es erzählt wurde, und ich konnte nichts verhindern, es würde alles seinen Gang gehen. –

Sie hüpfen jetzt mit den Augen in diese Zeile und denken, das sei einfach nur eine neue Zeile und sonst nichts, ein neuer Absatz eben, aber so einfach ist das nicht, denn Sie müssen bedenken: inzwischen bin ich etwas älter geworden und es ist wie im Film: gerade sieht man noch den kleinen Bertram fröhlich in die Matratze pinkeln, da gibt es einen Zack, und schon sucht er als Achtzigjähriger verzweifelt nach seinem Gebiß unter der Frankfurter Allgemeinen, Sie begreifen das Prinzip. Ich bin einfach nicht mehr zum Schreiben gekommen vor lauter Ereignissen, und daß die Reissach umgeleitet werden mußte, habe ich ja schon gesagt, aber sie haben tatsächlich ganze Viertel abgerissen undsoweiter und wieder alles mögliche hingebaut, und über fünfhundert Menschen arbeiten schon „bei der Kopak“, und einen zweiten Bahnhof haben wir auch gekriegt wegen der Arbeiter von auswärts.

Also schön, habe ich gedacht, sollen sie, und habe lange Zeit nicht mehr mit meinem Bruder gesprochen, weil auch er zur Kopak gegangen ist, du willst immer so klug sein, und jetzt, machst du auch den Unfug mit, nein, nein zwischen uns ist es aus, geh du zu deiner gammeligen Kopak und trau dich, mich inskünftig noch mal anzureden, und aus war’s, und heute hat er da einen wichtigen Posten, weil er so klug ist, sieh mal an. Aber dann haben wir doch wieder miteinander gesprochen, ich geb’s zu, halbe Nächte lang haben wir gebabbelt und gebabbelt, aber nicht daß ich hin wäre zu ihm und oh du mein Bruder, der du bei der Kopak einen so wichtigen Posten bekleidest und ganz schweinemäßig verdienst: sprich doch wieder mit mir, ich leid’s nicht, daß der Bruder dem Bruder feind sei, nicht so, sondern wie folgt: nämlich überall wo ich hinkam und wenn ich dann sagte: ich heiße so und so und komme von da und da, von Dings, dann sagten die Leute: ah, von Dings, das ist doch da wo die Fabrik ist, die Dingsfabrik, wie heißt das noch, die die komischen Dinger macht, die Kapock-Papapa – mir liegt’s auf der Zunge, und dann sagte ich: Sie meinen Kopak-Pakote, ah ja richtig, Kopak-Pakote, das muß doch interessant sein, man hört so viel davon, und dann habe ich natürlich losgedonnert, ja, ja interessant, interessant ist ein Dreck dagegen, ich will Ihnen mal was sagen, und dann haben die Leute bloß noch so mit den Ohren gewackelt, so entsetzt waren sie, nein was Sie da sagen! O ja, das sage ich, so wahr ich so und so heiße, wir haben jetzt extra eine Fabrik für Unfug, und dann sagten die Leute: aber die Lagerung, wie ist es denn mit der Lagerung, das soll das eigentliche Problem sein, die Pakote müssen ein halbes Jahr lang in großer Hitze lagern, das finde ich so seltsam, und dann habe ich natürlich aufgedreht: erstens müssen sie nicht in Hitze lagern, sondern in Kälte, und zweitens müssen sie nicht ein halbes Jahr lagern, sondern fünfzehn Monate, stellen Sie sich das mal vor, allein den Unsinn, und in einem Halbvakuum obendrein, das war drittens, und viertens müssen nicht die Pakote lagern, das wäre ja noch unsinniger, sondern der Ausgangsstoff muß lagern, und dieser entsteht auf folgende Weise: indem man Quarz, Gelatine, Kohlenstoff, mehrere Semipolystrate und Kopakrenolverbindungen (daher der Name!) unter Zuführung und so weiter, und die Leute haben gestaunt wie Chorknaben, nein das ist ja unheimlich. Ja, so kam das, und wenn’s auch Unsinn ist mit den Kopak-Pakoten, ich habe nichts auf sie kommen lassen, und die Leute haben Klötze geglotzt, und das hat mir – nun ja, es hat mir wohlgetan, warum soll ich das nicht zugeben. Und wie ich wieder nach Hause fuhr, habe ich gedacht: jetzt fahre ich wieder nach Hause, wo die Fabrik ist, von der alle Leute reden, aber natürlich: wissen tun sie einen Dreck, da weiß ich denn doch schon einiges mehr, gut daß ich mich gleich drum gekümmert habe, und ich habe mir die Fabrik ein bißchen angeschaut, nur mal so, mit einem schrägen Blick, und habe gedacht: das ist sie also! Und zu meinem Bruder habe ich gesagt: sag mal, nur mal interessehalber, brauchst dir nicht gleich was einzubilden, ich meine nur: das ist doch sicher das Hauptproblem, die lange Lagerung, nicht wahr? und mein Bruder war sehr freundlich, alles was recht ist, freundlich war er, und er hat mir das erklärt, nämlich: ich hätte es genau erfaßt, sehr gut, aber wie sonst solle man es machen? Die Luft müsse aus den Poren des Ausgangsmaterials gesogen werden, der sogenannten Semipolystracarboni-Kopakrenolkristallose, und zwar sei diese sehr heiß, so daß sich die Luft in den Poren ohnehin verdünne, sie dehnt sich ja aus, verstehst du? und auch der Lagerraum sei zunächst sehr heiß, und dann werde er abgekühlt, schon dadurch, verstehst du, entstehe ein Unterdruck, und dann freilich das Halbvakuum, das besorge den Rest, und ich fand es sehr interessant. Aber sofort habe ich mich wieder geärgert über meinen Bruder, weil er sicher dachte, ich wäre anderen Sinnes geworden, oho mein Lieber, mich fängst du nicht, und habe wieder geschimpft wie ein Rohrspatz, ihr verdammten Verrückten, siehst du nicht den Riesenunsinn, ja ist das denn die Möglichkeit, ihr könnt doch nicht arbeiten und arbeiten und die Gegend vollpesten und dies und jenes und die Fische vergiften und alles bloß wegen nichts? Aber mein Bruder sagte, das sei nicht wegen nichts, sondern, wie ich mit meinem schwachen Verstand sicher begriffen habe, wegen der Kopak-Pakote, so frech wurde er auf einmal, der Herr Tanzstundenbezahler, das hatte er nämlich gemacht, er hatte mir die Tanzstunden bezahlt und ein Fahrrad auch noch, und ich hatte gedacht: sie mögen schon ein netter Mist sein, die Kopak-Pakote, aber jedenfalls kann ich jetzt zur Tanzstunde gehen, sogar hinfahren konnte ich mit meinem Fahrrad von seinem Schweinegeld, und daß der sich nun wer weiß wie vorkommt mit seinem Schweinegeld, habe ich gedacht, ist leider unumgänglich, und ich hätte natürlich aufs Tanzen verzichten können und ein armer Sack bleiben, aber mach das mal, hab mal so viel Charakter.

Jedenfalls so kam das, auf einmal sprach ich wieder mit meinem Bruder, und wir haben schließlich ganze halbe Nächte durchgebabbelt, und ich wäre ein sehr übler Mensch und undankbar bis dorthinaus, wenn ich sagen wollte, ich hätte mich dabei gelangweilt wie ein Hund vorm Gartentor, nein, denn stellen Sie sich vor: das eigentliche Problem lag ja ganz woanders, und deshalb hat mein Bruder da auch den hohen Posten, weil, er hatte die beste Idee gehabt, was mit den fertigen Pakoten geschehen soll, das war das Problem. Nämlich es haben schließlich Tausende von Pakoten da herumgelegen, und jetzt: wohin damit, und versenken konnte man sie nicht, weil sie schwimmen, und beim Straßenbau wollte sie auch niemand, weil sie kein Wasser durchlassen, und es wurden immer mehr Pakote und immer mehr und die Einwohner wurden aufgerufen, daß sie Keller und Schuppen zur Verfügung stellten, Erhaltet Eure Fabrik, Nehmt Kopak-Pakote ins Haus, und die Leute rannten hin mit Kinderwagen und Wäschekörben, und durch alle Zeitungen ging das Bild von dem alten Mütterchen, das mit einem armseligen kaputten Einkaufsnetz zum Fabriktor kam, ein altes schwaches Mütterchen, o miserere, und dann schleppte es das schwere Pakot heim, wollte es heimschleppen, und wehe: brach zusammen auf der Straße unter der Last seines Opfers und verschied, und das wurde dann so hingedreht, als hätte es im Tode noch das Pakot geküßt, aber ich habe die Alte gekannt, die hat nichts geküßt, in ihrem Leben, die nicht, aber trotzdem. Und dann hat mein Bruder die Idee gehabt, ich habe es selbst miterlebt, in der Nacht hat er geschwitzt und gestöhnt und ich fragte: was ist mit dir, hast du wieder zuviel gefressen du Großverdiener du verfressener, aber damals verdiente er noch nicht groß, aber für uns war es trotzdem viel und wir konnten endlich alle wieder richtig was essen, und drum war das natürlich nicht sehr fein von mir, und er sagte: ich gebäre eine Idee, laß mich, und ich sagte ei du gebärfreudiges Becken, da muß man ja verrückt werden, wenn man bloß Pakote macht aus lauter Blödsinn! und ließ ihn in Ruhe, und am nächsten Tag hat er seinen dunklen Anzug angezogen und ist hin zur Fabrik, und seit der Zeit ist das Problem gelöst und mein Bruder verdient jetzt so viel, daß er mir auch noch ein Auto schenkt, ich sehe es kommen, aber dann kann ich mir selbst eins kaufen, aber davon weiter unten. Und das war es also, was er mir in den Nächten erzählt hat, was er sich ausgedacht hatte und die Herren Direktoren waren auf ihn zugestürzt und hatten geweint vor Glück und die Einwohner konnten die Pakote wieder hinbringen, und das Mütterchen wurde gefeiert als Opfer des Fortschritts, und die Sache verhält sich wie folgt: Mein Bruder hatte gesagt: Hauen wir doch die Pakote kaputt und zermahlen sie und unterziehen wir sie dann einer gründlichen Reduktion, daß wir wieder die Rohstoffe kriegen, und dann haben wir erstens keine Pakote mehr und zweitens wieder Rohstoff für neue, und alle Kinder hatten schulfrei am nächsten Tag und der Stadtrat soff drei Tage lang, ich kann Ihnen sagen, und ich war sehr stolz auf meinen Bruder, oder nein natürlich nicht, aber immerhin, ich dachte: schau den Hallodri an, der bringts noch zu was, der Gebärer, der verkommene.

Aber trotzdem hatten wir dann wieder einen Elendskrach, und zwar hatte ich gesagt, als er mir das erzählt hatte in der Nacht, ich hatte gesagt: Aber ja um Himmels und aller Heiligen willen, warum werden sie überhaupt erst hergestellt, die Pakote, wenn man sie zu nichts anderem brauchen will als dazu, daß man sie wieder kaputtmacht für neue? So jung war ich damals noch, so jung und aufsässig, und mein Bruder hatte schon recht: auf diese Art, sagte er, auf diese Art findest du dich nie zurecht im Leben, und ich natürlich: oh, du alter Großvater, oh, du weiser alter Großpapa, ei wie tust du stinken vor Weisheit, du Großpopo, du Großpipi, und rannte raus und heulte und haute meine Tür zu und er hinterher und mich an den Ohren gefaßt, nun mal sachte mein Junge, und ich: hau ab, sag ich, hau ab du, faß mich nicht an du verrückter Hund du, und dann habe ich mich aber doch wieder beruhigt, und mein Bruder – ja, heute bin ich eigentlich doch stolz auf ihn, ja wirklich, er hat schon was los, er hat das schon raus mit der Menschenführung und so weiter, und er hat es mir erklärt, er sagte: Sieh mal, das ist schon recht, wie du dir das denkst, es klingt unsinnig, die ganzeKopak-Pakot-Geschichte, nein, dumm bist du nicht, und mit den Kopak-Pakoten, das sei wie mit allem andern auch, und er brachte einen Haufen Bücher angeschleppt, Tucholsky und die Bibel und Lessing und Montaigne und Böll und Claudel und Karl Kraus und all den Zinnober und schmiß sie hin und: da siehstes, ein Haufen Arbeit für nichts und wieder nichts! und setzte sich hin und weinte, und ich sag ja, er ist ein verrückter Hund. Jedenfalls, sagte er, jedenfalls kommt es schließlich aufs selbe hinaus, ob wir Pastoren werden und predigen oder Betriebsleiter werden und Kopak-Pakote machen, und was sollen wir uns aufregen, es wird immer Pastoren geben, und mir wurde ganz feierlich, und ich seufzte und sprach: Ja ja, der Sinn, der Sinn, wenn der Sinn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist, und ich weiß auch nicht, aber mein Bruder hat mich dann rausgeschmissen. Er hat, glaube ich, kein Organ für ein großes Wort zu rechter Stunde. Aber sie haben eine zweite Fabrik neben die erste gestellt, und da werden nun die Pakote zusammengehauen und Zermüllen und chemisch zerlegt, bis wieder alles beieinander ist: Quarz, Gelatine, Kohlenstoff, mehrere Semipolystrate und Kopakrenolverbindungen, eine entsetzliche Arbeit ist das und stinkt wie Weltuntergang, aber in unserer Stadt hat jetzt bald jeder seinen Fernsehapparat, und ich mußte es selber zugeben, ja ja, der Fortschritt ist unbestreitbar, ab halb acht kannst mit keinem Menschen mehr reden.

Und ich muß noch sagen, wie ich das weiter oben meinte, daß ich mir bald ein Auto kaufe, weil nämlich, mein Bruder hat mir einen Job besorgt, und ich muß jeden Tag die fertigen Pakote zählen, und natürlich habe ich mich wieder aufgeregt und: was? habe ich geschrien, das ist ja wohl der größte Blödsinn unter der Sonne, was soll ich Pakote zählen, wo es doch gar nicht darauf ankommt, wie viele es sind, ja seid ihr denn alle miteinander, ihr seid ja wohl, nein nein, kommt gar nicht in die Tüte, lieber verhungere ich, und seit der Zeit muß ich jeden Tag die fertigen Pakote zählen und daß keins wegkommt, wo gibt’s denn so was auf der Welt, haben sie geschrien, daß eine fertige Produktion nicht gezählt wird, sollen wir einfach so ins Blaue reinarbeiten? und wenn mein Bruder mich nicht beschützt hätte, wäre ich gleich wieder rausgeflogen, und schwer gemeckert hat er, daß ich so unvernünftig bin, mach dich doch nicht immer so dicke mit deiner Vernunft, aus dir wird nie etwas, und wahrscheinlich werde ich mir einen Mercedes kaufen, nämlich ich sage mir: wenn ich schon mitwirke an der berühmten Fabrikation der berühmten Kopak-Pakote, dann soll man es mir auch ansehen!