Ganze 45 Seiten hat die britische Regierung benötigt, um den Resultaten der EWG-Verhandlungen rückhaltlos zuzustimmen. Das Weißbuch ist ein Dokument ohne Pathos. Nur zweimal rafft es sich zu fettgedruckten Zeilen auf, wenn es die Abgeordneten auffordert, das Gesuch um Aufnahme zu billigen, und wenn die große Chance betont wird, die der Beitritt bietet.

Unter den Gründen, überwiegen die politischen. Man hat den Eindruck, als habe über dem Schreibtisch der Verfasser ein Schild gehangen, auf dem Achesons Wort von Englands verlorener und noch nicht wiedergefundener Rolle geschrieben stand. Denn zu den denkbaren Alternativen heißt es: „In einer einzigen Generation hätten wir dann unsere imperiale Vergangenheit abgelegt und unsere europäische Zukunft verpaßt.“

Europa werde mit England starker, England ohne Europa schwächer sein. Die Beweisführung versäumt nicht den Rückgriff auf mehrere proeuropäische Erklärungen der vorigen (Labour-)Regierung.

Wenn man bedenkt, daß auf den 45 Seiten ferner das gesamte Verhandlungsresultat dargelegt wird, so läßt sich schwer ein Dokument finden, das so lakonisch so viel bedeutet. Den Briten wird auffallen, daß Oppositionsführer Wilson mit sehr viel mehr Worten sehr viel undeutlicher ist.