Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann –

Unbedingt:

Domenico Scarlatti: „Sonaten für Cembalo“; Ralph Kirkpatrick, Cembalo; Archiv Produktion, 2533 072, 25,– DM

Eine hervorragende Platte aus zwei Gründen: Zum einen sind es diese unsentimentalen, klar konstruierten zweisitzigen Sonaten, in denen Scarlatti (1685–1757) auf harmloser harmonischer Basis ein Feuerwerk von witzigen, melancholischen, fröhlichen Einfällen abbrennt; zum anderen ist es die fast vollkommene musikalische Identität zwischen dem Komponisten und seinem Interpreten (und Erforscher) und dessen makellosem, farbigem, spannendem Spiel auf einem übrigens ungewöhnlich klangvollen Instrument.

Nach Möglichkeit:

Johann Caspar David Fischer: „Ariadne Musica“ und andere Präludien und Fugen durch alle Tonarten (von Bach, Beethoven, Caldera, Sorge); Franz Haselböck, Orgel; Da Camera Magna, SM 93 231, 25,– DM

Damals, als die Tasteninstrumente allmählich wohltemperiert wurden, war solch ein Ariadnefaden, wie ihn Fischers schöne Serie von zwanzig kleinen, kompakten Präludien und Fugen in neunzehn Tonarten darstellt, notwendig geworden: Organisten mochten die neue Vielfalt wirklich als Labyrinth empfunden haben. Franz Haselböck macht seine Sache gut: ruhiges, doch nie langweiliges Spiel, angemessen farbige Registrierung.