Bundesschatzbriefe bringen mehr

Zweieinhalb Monate nachdem von der Bundesbank die Konditionen für „Bundesschätzchen“ den veränderten Kapitalmarktbedingungen angepaßt wurden, mußte die Verzinsung wieder verbessert werden. Seit 1. Juli ergibt sich für die Schatzbriefe vom Typ A (jährliche Zinszahlung) bei einer Anlagedauer von sechs Jahren eine jährliche Effektivverzinsung von 7,64 Prozent (bisher 7,31 Prozent). Schatzbriefe vom Typ B (prämienbegünstigtes Sparen und Ratensparverträge möglich) verzinsen sich in sieben Jahren mit durchschnittlich 7,92 Prozent pro Jahr (bisher 7,64 Prozent). Bei den neuen Schatzbriefen steigt der Zinssatz von 6,5 Prozent im ersten Jahr um jährlich 0,5 Prozent bis auf neun Prozent im sechsten Jahr an. Schatzbriefe vom Typ B werden auch im siebenten Jahr mit neun Prozent verzinst.

Weniger Zins für Gebietsfremde

Personen mit ständigem Aufenthalt im Ausland (Gebietsfremde) erhalten bei der Deutschen Bank seit dem 1. Juli für Spareinlagen mit einer Laufzeit von zwölf und 24 Monaten weniger Zins als in Deutschland wohnende Sparer. Der Zinssatz für die Einlagen Gebietsfremder beträgt bei zwölf Monaten 5 1/4 Prozent und bei 24 Monaten 5 1/2 Prozent und liegt damit jeweils ein halbes Prozent unter dem vergleichbaren Zinssatz für die Einlagen anderer Sparer. Die anderen Großbanken haben ähnliche Regelungen bis jetzt noch nicht getroffen.

Neue Silbermünzen

Mit einer Auflage von 20 Millionen Stück wird am 20. Juli die zweite Olympia-Münze in Umlauf gebracht. Die Legierung der Zehn-Mark-Münze besteht aus Feinsilber (625 Tausendteilen) und Kupfer (375 Tausendteilen). Die Bankinstitute rechnen damit, daß ihre Kontingente schon am ersten Tag vergriffen sein werden. Sie wollen deshalb die Münze nur einzeln an ihre Kunden abgeben. Auch in den USA steht die Neuerscheinung einer Silbermünze bevor: Eine Ein-Dollar-Münze mit dem Bildnis Eisenhowers.

Wer verdient am Umweltschutz?

Für Gewässerschutz., Abwasserreinigung und Luftreinhaltung sind in den nächsten Jahren 450 Milliarden Mark erforderlich. In wessen Kassen werden diese von der Bevölkerung aufzubringenden Summen fließen? Die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank in München veröffentlicht eine Liste jener Firmen, die sich mit dem Bau von Umweltschutzanlagen befassen: Babcock & Wilcox, Kali-Chemie, Varta, Linde, Walther & Cie, Allweiler, Buderus, Grünzweig & Hartmann, Degussa u. a. Wer sich in Aktien dieser Unternehmen engagieren will, muß allerdings bedenken, daß nur wenige dieser Firmen ein – an ihrem Gesamtumsatz gemessen – bedeutendes Umweltschutzgeschäft betreiben. Dennoch sollte man diesen Gesichtspunkt für langfristige Anlageentscheidungen im Auge behalten.