Die britische Regierung prüfte zu Beginn dieser Woche, ob Außenminister Douglas-Home noch in diesem Monat Gespräche mit dem rhodesischen Premierminister Ian Smith über eine Normalisierung der Beziehungen aufnehmen soll. In der vergangenen Woche hatte sich eine britische Delegation in Salisbury aufgehalten und die Vorbedingungen für die Wiederaufnahme von Gesprächen sondiert.

London betrachtet die Regierung Smith seit dem 11. November 1965, als Rhodesien einseitig seine Unabhängigkeit von Großbritannien erklärt hatte, als Rebellenregime. Zwei Versuche des früheren britischen Premiers Wilson in den Jahren 1966 und 1968, mit Smith zu verhandeln, scheiterten. Die Hauptbedingung, die London Salisbury für die Unabhängigkeit Rhodesiens (250 000 Europäer und 5 Millionen Schwarze) stellte, war die schrittweise Einführung der politischen Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung. In dieser Frage aber blieben die Gegensätze bisher unüberbrückbar.