Die „Grüne Versicherungskarte“ müssen Kraftfahrer in den folgenden Ländern unbedingt mit sich führen: Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden, Spanien und Türkei. Nicht erforderlich, aber zweckmäßig ist dieses Papier, in der CSSR, in Griechenland, Jugoslawien, Österreich; Portugal, Rumänien, in der Schweiz und in Ungarn. Besondere Versicherungen werden zweckmäßigerweise bei Reisen nach Albanien, Bulgarien und in die UdSSR abgeschlossen.

Arztruf im Ausland: Im Ausland erkrankte oder verunglückte Urlauber können den ADAC um Rat fragen: Vom 9. Juni bis 12. September 1971 wird in der ADAC-Zentrale täglich zwischen 17 und 21 Uhr ein Arzt über die Notrufnummer (0811) 22 22 22 in Notlagen Auskünfte geben. In schweren Fällen nimmt der Arzt Verbindung mit einer Klinik am Urlaubsort auf. Der Arzt prüft auch, ob und wie der Patient in ein heimatliches Krankenhaus gebracht werden kann. Eventuell organisiert der ADAC-Arzt sogar Rückreise und Aufnahme des Patienten ins Heimatkrankenhaus.

Aufbaulager: Für junge Leute, die in ihren Ferien nicht nur faulenzen wollen, sind die internationalen Aufbaulager eine ideale Möglichkeit, mit wenig Geld fremde Länder kennenzulernen. Drei Wochen Obsternte in einem griechischen Dorf bei Thessaloniki (Teilnehmerbeitrag 450 Mark) oder archäologische Ausgrabungen in der antiken Römerstadt Herculaneum (ebenfalls drei Wochen, Teilnehmerbeitrag 220 Mark) bieten die Jugendreisen International des Kolpingwerkes, 5 Köln 1, Kolpingplatz 9/11, an. Die Oekumenische Studienreise-Gesellschaft, 6 Frankfurt/Main 70, Johanna-Melber-Weg 23, wirbt für Aufbaulager und internationale Begegnungen in der Türkei (Eigenanteil 350 Mark) und im Libanon (Eigenbeteiligung 480 Mark). Zwei Wochen lang werden täglich fünf Stunden für die Aufbauarbeit angesetzt, die dritte Woche steht für eine Rundreise zur Verfügung. Mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten, 53 Bonn, Kaiserstr. 43, können junge Leute in Marokko und Tunesien arbeiten und mit dem Bauorden, 652 Worms-Horchheim, Liebigstr. 23, unter anderem in der Tschechoslowakei. Das Aufbauwerk der Jugend, 355 Marburg/Lahn, Frankfurter Straße 21, fährt nach Irland, Italien und Jugoslawien; das Deutsche Jugendherbergswerk, 493 Detmold, Bülowstr. 26, engagiert sich in Israel, der World Council of Churches, Genf, Route de Ferney 150, und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Begegnung, 74 Tübingen, Münzgasse 14, auch im Osten der USA. In Aufbaulagern in Deutschland und in Großbritannien hat der Deutsche Studenten-Reisedienst, 53 Bonn, Dietkirchenstraße 30, noch Plätze frei. Anmeldegebühr 40 Mark, von den Anreisekosten (Bahnfahrt) werden 50 Prozent zurückerstattet.

Deutsch-französische Jugendbegegnung: Sprachferien können Jugendliche verleben, die nichts dagegen haben, bei Sport und Freizeit auch noch en passant ihr Französisch aufzubessern. In Anglet-Biarritz und dem Fischerstädtchen St. Jean de Luz an der französischen Atlantikküste veranstaltet die Gesellschaft für übernationale Zusammenarbeit e. V., 5 Köln, Hohenstaufenring 11, im Juli und August solche deutsch-französischen Begegnungen. Zu einer deutsch-französischen Segelfahrt im Ärmelkanal und auf dem Atlantik mit einem Dreimaster lädt die Gesellschaft vom 6. 9. bis zum 27. 9. ein. Preis: 468 Mark ab Paris. Die Anfahrt dorthin wird zu 50 Prozent ersetzt.