Neckermann, geh du voran!

Neckermanns Reiseunternehmen N-U-R will immer die Nase vorn haben. Als erste der großen Reisefabriken haben die Frankfurter jetzt schon ihr Winter-/Frühjahrs-Programm 1971/72 auf den Tisch gelegt. Während die Urlauber sich gerade anschicken; die Sonnenküsten Europas zu bevölkern, offeriert ihnen Neckermann schon wieder Winterfreuden, Fernreisen und Safaris. Das Urlaubskarussell dreht sich immer schneller.

Einhundertundacht Ferienziele in allen fünf Erdteilen bietet der neue N-U-R-Prospekt auf 108 Seiten an. Südindien, Korea, die Philippinen, Australien, Neuseeland und die Fidschi-Inseln gehören zu den neuen Zielen in Fernost. Auf dieser Route wird erstmalig auch der Jumbo eingesetzt, er fliegt Delhi, Bangkok und Colombo an. Ein neues Fernflugreiseziel sind außerdem die Karibischen Inseln; im Mittelstreckenbereich hat man sich nach längerer Pause wieder für Ägypten entschieden. Auf dieser und anderen Strecken bedient sich Neckermann neuerdings der oft kritisierten Paninternational. Das wird vor allem eine Frage der Kalkulation gewesen sein, denn die Condor, mit der Neckermann 30 Prozent des Flugprogramms abwickelt, ist nicht billig.

Billiger wird der Urlaub 1972, nach den Ankündigungen von Peter Neckermann, ohnehin nicht, wenn man von einigen Fernostflügen absieht. N-U-R rechnet im Durchschnitt mit Preissteigerungen von fünf Prozent. „Und um die“, so Neckermann, „werden auch die anderen nicht herumkommen.“ F. R.