In diesem Jahr haben die durchschnittlichen Brutto-Stundenlöhne der deutschen Industriearbeiter erstmals die Grenze von sieben Mark überschritten. Die Bezüge der Angestellten stiegen noch schneller als die der Arbeiter, doch sind die Wachstumsraten geringer als im Rekordjahr 1970.

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Die Harvard Business School, eine der renommiertesten Manager-Schulen der Welt, hat finanzielle Schwierigkeiten. Aufgrund der unsicheren Konjunkturlage in den USA bleiben die gewohnten Spenden und Zuschüsse aus der Wirtschaft aus. Da die Schule in Europa, einen ausgezeichneten Ruf hat, wollen ihre Professoren nun auf dem alten Kontinent tätig werden: Sie beschlossen die Gründung einer ständigen Niederlassung in Europa.

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Die Bundesrepublik leistet sich immer mehr Beamte. Ihre Zahl nahm im vergangenen Jahr um drei Prozent zu und lag Ende 1970 bei fast zwei Millionen. Bei den Angestellten gab es einen Zuwachs von 2,8 Prozent (auf 7,8 Millionen), bei den Arbeitern um 1,9 Prozent (auf 12,7 Millionen). Die Zahl der Selbständigen lag mit 2,9 Millionen kaum unter dem Stand des Vorjahres.

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Im Frankreich wurde eine wichtige Regelung zugunsten älterer Arbeitnehmer eingeführt: Künftig dürfen in der Presse keine Stellenangebote mehr erscheinen, die eine Altersgrenze enthalten. Das Pariser Arbeitsministerium will damit älteren Arbeitssuchenden die Chance geben, sich wenigstens im annoncierenden Betrieb vorzustellen. Als Vorbild für das neue Gesetz galt eine Vorschrift, die in Schweden schon längere Zeit in Kraft ist. Doch auch in der Bundesrepublik wachsen die Gefahren der Arbeitslosigkeit von einem bestimmten Alter ab. So hat die Bundesanstalt für Arbeit ermittelt, daß es ab 55 Jahren besonders schwer wird, eine neue Stelle zu finden,