Die Gebühren für das Fernsehen in England betrugen jährlich sechs Pfund, Jetzt ist eine neue Regelung getroffen worden.

Blinde zahlen nur ein Pfund und fünfundzwanzig Shilling.

Daß sich das britische Postministerium zu dieser Ermäßigung bereit fand, zeigt, wieviel die konservative Regierung des Mr. Heath sozialer ist als die Sozialisten. Hat man zur Zeit, da die Arbeiterparteien herrschten, gehört, daß die Rundfunkgebühren für Taube gesenkt worden seien? Dies dürfte der nächste soziale Schritt der jetzigen Regierung sein.

Als übernächster Schritt ist die Senkung der Telephongebühren für Taubstumme zu vermuten. Dann spätestens wild wohl allen Anhängern der Labour Party klar werden, was Mr. Wilson versäumt hat, als er noch am Ruder war.

Könnte aber die Regierung nicht Fernsehen für Blinde, Radio für Taube, Telephon für Taubstumme ganz und gar kostenlos gewähren?

Nein, eben nicht. Will sie auch großzügig sein, so muß sje doch zugleich auch sparsam erscheinen. Senken ist besser als schenken. Vor allem nichts überstürzen. Gebühren ganz zu streichen, dazu ist immer noch Zeit. Zeit bis zur Zeit der nächsten Wahlen.