Einen besonderen Rekord stellte ein Mitarbeiter der Daimler-Benz AG in Untertürkheim auf: Die Werksleitung zahlte ihm für einen technischen Verbesserungsvorschlag 71 000 Mark. Das ist die höchste Prämie, die bisher in der deutschen Automobilindustrie vergeben wurde. Seit 1955 zahlte allein Daimler-Benz mehr als fünf Millionen Mark für über 90 000 Verbesserungsvorschläge an seine Mitarbeiter.

Die Hälfte aller Abiturienten hat sich kurz vor der Reifeprüfung noch nicht für einen Beruf oder ein Studium entschlossen. Diese wichtige Entscheidung will die Bundesanstalt für Arbeit künftig erleichtern. Mit Hilfe des „Systematischen Trainings- und Entscheidungsprogramms (S.T.E.P.)“ soll jeder Abiturient seine Möglichkeiten besser kennenlernen. Das 120 Seiten dicke Arbeitsheft mit einem programmierten Fragen-Katalog wird zur Zeit von 10 000 Schülern erprobt. Danach soll die Entscheidungshilfe allen Interessenten zur Verfügung gestellt werden.

Von der leihweisen Beschäftigung von Zeitpersonal machte 1970 vor allem der Dienstleistungssektor Gebrauch. An zweiter Stelle stand die Industrie. 40 Prozent der ausgeliehenen Arbeitskräfte wurden übrigens von Betrieben mit weniger als 25 Angestellten engagiert. Mittlere Betriebe zeigten nur wenig Interesse. Dagegen waren Betriebe mit mehr als 100 Angestellten gute Kunden der Arbeitskräfte-Verleiher.

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Im Frühjahr 1971 waren in den USA 2,6 Prozent aller Naturwissenschaftler arbeitslos (1970: 1,5 Prozent). Besonders betroffen sind Nachwuchsleute unter 30 Jahren. Bei den Naturwissenschaftlerinnen suchten gar 5,2 Prozent einen Job. Der Doktortitel hat übrigens auch in den USA Wirkung: Von den promovierten Naturwissenschaftlern waren nur 1,4 Prozent ohne Anstellung.

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Für Blinde sollen neue Beschäftigungsmöglichkeiten gesucht werden. Das Bundesarbeitsministerium denkt vor allem an einen Einsatz in der Datenverarbeitung. Im Berufsförderungswerk Heidelberg hat bereits ein erster Kurs für 15 Blinde begonnen, die sich als Programmierer ausbilden lassen.