Die Vermögensbildung stellt Scheel sich so vor: "Um eine möglichst breite Eigentumsstreuung zu gewährleisten, ist vorgesehen, im Zuge der auf 25 Jahren veranschlagten Überbauung des Bundesbahngeländes möglichst jedem Arbeitnehmer die Chance zu geben, unmittelbar Grundeigentümer zu werden und damit sicherzustellen, daß die Masse der Bevölkerung erstmals an der Wertsteigerung von Grund und Boden teilnimmt. Im Zuge eines Sieben-Jahres-Planes werden die interessierten Investment-Sparer aufgefordert, im Rahmen des 624-Mark-Gesetzes in den ersten vier Jahren den vollen Betrag von 624 Mark sowie einer weiteren Eigensparleistung von 176 Mark anzusparen und in den letzten drei Jahren den Betrag von 266 Mark aufzubringen. Zu diesen Eigenleistungen tritt eine durchschnittliche Bausparprämie von 1000 Mark. Der Investment-Sparer .erhält für seine Sparleistungen für je 100 Mark ein Zertifikat. Nach Erfüllung seines Sieben-Jahres-Planes also 40 Zertifikate."

Ein Hauch von Realismus weht durch die Scheel-Visionen: Sein Projekt hat er bereits mit Bundeskanzler Brandt, Verkehrsminister Leber und Wohnungsbauminister Lauritzen vorbesprochen. In Kürze soll sich im Bund eine Studiengruppe etablieren, um zu prüfen, ob Scheelsche Phantasien und die Wirklichkeit vereinbar sind.

Gerhard Ziegler