So wußten nur zwei der vielen Befragten die genauen Ursachen der ständigen Erschütterungen zu nennen: Kontinentalverschiebung und Großschollentektonik. Im Zuge eines weltweiten Erdkrustengeschiebes wandert der westliche Teil Kaliforniens nach Norden, der östliche (zusammen mit dem übrigen Nordamerika) nach Süden. An der Berührungskante – der San-Andreas-Spalte – verursacht die Reibung der Kontinentalschollen mehr oder minder starke Erdbeben.

Nach den Erfahrungswerten der Seismologen treten demnach im Raum San Franzisko etwa alle 40 Jahre sehr schwere Beben auf. Die letzte große Erschütterung zerstörte 1906 die Stadt und kostete rund 700 Menschen das Leben. Inzwischen ist der "große Schlag" längst überfällig. Je länger er freilich ausbleibt, so befürchten die Forscher, desto verheerender wird er sich auswirken.