Von Ben Witter

Ein Wagen fuhr um die Ecke. Seine Bremsen quietschten. Ich schüttelte den Kopf. Der Wagen hielt. Der Motor heulte auf. Der Fahrer kurbelte das Fenster herunter und rief: „Was wollen Sie denn?“ Ich schüttelte den Kopf. „Ich komme gleich raus“, drohte der Fahrer. Ich schüttelte den Kopf. „Er schüttelt den Kopf“, sagte die Dame neben ihm und schüttelte den Kopf. Da schüttelte der Fahrer den Kopf.

Und dann winkte ein Fahrer. Er ließ mich über die Straße. Wie lässig er seine Hand gehoben hatte, um zu winken. Ich versuchte das auch. Er winkte ab.

Ein anderer Fahrer hupte kurz, als ich schon halb über die nächste Straße gegangen war und „Gelb“ aufleuchtete. Ich sah den Fahrer an. Er sah weg. Ich sah die Beifahrerin an. Sie sah über mich hinweg. Der Fahrer hupte kurz. Es war immer noch „Gelb“. Der Fahrer fuhr los. Ich sah ihm nach. Er hupte kurz.

Bei „Grün“ trat ich auf die Ausfallstraße. Ich war noch nicht in der Mitte, da schaltete die Ampel auf „Rot“. Ich machte kehrt. „Sie können ruhig weitergehen, wenn Sie bei ‚Grün‘ gleich auf die Straße treten“, meinte ein Polizist, „und wenn Sie mitten auf der Straße sind und ‚Rot‘ kommt, haben die Autos auch noch ‚Rot‘. Hier gibt es kein ‚Gelb‘.“ Ich trat bei „Grün“ gleich auf die Straße und ging ruhig weiter. Als ich noch nicht in der Mitte war, kam „Rot“. „Sie müssen schneller gehen, wenn Sie noch rüber kommen wollen“, verlangte der Polizist. „Dann müßte ich doch laufen“, sagte ich, „und Sie haben gesagt, ich könnte jetzt ruhig über die Straße gehen.“ Ich hörte aber nicht, was er antwortete, weil zu viele Wagen um mich herumfuhren.