Nord-Deutsche und Hamburg-Bremer: Bescheidener Gewinn

Um knapp 2,5 Millionen Mark stieg bei der „Nord-Deutschen und Hamburg-Bremer“ Versicherungs AG, Hamburg, im vergangenen Jahr das Prämienaufkommen. Diese Steigerung wurde erreicht, obwohl 1970 der Sachversicherungsbestand einer neu gegründeten Sachversicherungsgesellschaft übertragen wurde. Im Berichtsjahr mußten technische Verluste in Höhe von 1,8 Millionen Mark hingenommen werden. Die Gewinne aus dem nichtversicherungstechnischen Geschäft in Höhe von 2,4 Millionen überstiegen diese Verluste, so daß ein Bilanzgewinn von 564 000 Mark ausgewiesen werden konnte. Dieser Bilanzgewinn reicht aus, um den Aktionären (die Deutsche Bank hält über 25 Prozent der Aktien) zwölf Prozent Dividende zu zahlen.

Flick-Holding: Unzufrieden

Die Verwaltungsgesellschaft für industrielle Unternehmungen Friedrich Flick GmbH – eine Zwischenholding zwischen der Flick KG und den Beteiligungen – ist mit der Ertragslage des Jahres 1970 nicht zufrieden. Der Jahresüberschuß – ohne Sondererträge – ist um 37 auf 52,3 Millionen Mark zurückgegangen. In der VG sind jedoch nur die 103 Gesellschaften zusammengefaßt, an denen Flick mit mehr als 50 Prozent beteiligt ist. Dagegen ist die 42prozentige Beteiligung an Daimler-Benz – Börsenwert etwa zwei Milliarden Mark – unter „sonstigen“ Beteiligungen aufgeführt. Das Sachanlage-Vermögen der VG allein wird mit 1,58 nach 1,33 Milliarden ausgewiesen. Die Umsätze der Unternehmen der vier Gruppen Feldmühle, Dynamit-Nobel, Buderus und Maxhütte erhöhten sich von 4,66 auf 5,43 Milliarden Mark.

Saarbergwerke: Konsolidierungsbemühungen

Das Geschäftsjahr 1970 der zu 74 Prozent bundeseigenen Saarbergwerke AG in Saarbrücken hat nach dem Verkauf der verlustträchtigen Frisia-Raffinerie eine Verringerung des Jahresverlustes von 144,8 auf 43,7 Millionen Mark gebracht. Im Konzern ging der Verlust von 181,7 auf 40,8 Millionen Mark zurück. Ohne den ausgeklammerten Frisia-Umsatz stiegen die Umsätze im Konzern von 1,3 auf 1,48 Milliarden Mark, von denen rund, zwei Drittel noch immer kohleabhängig sind. Durch die Kostensteigerungen bei Löhnen und Material um 100 Millionen Mark wurden die Bemühungen um die Eliminierung der Verluste 1970 vereitelt.

Rheinbraun: Hohe Rendite