Von Wolfram Siebeck

Beim großen Preis im Schalterspringen gab es viele Stürze, aber „Schlappohr“ traf es am härtesten. Der unter diesem Namen, bekannte Kölner Bankräuber war der Favorit beim diesjährigen Schalterspringen, das bei strahlendem Sommerwetter wieder in den Kassenräumen der Deutschen Bank in Hamburg-Fuckstädt ausgetragen wurde.

Gleich mit den ersten Kunden, die sich in Erwartung der Überfälle zahlreicher als sonst eingefunden hatten, stürmte Lutz Lenkleit, der Kassenschreck von Pfaffenhofen, mit gezogener Pistole in die Schalterhalle, kam auch gut um das Mütterchen mit dem Sparbuch herum, rempelte dann aber den Polizeipräsidenten, der sofort auf die Geiseln schießen ließ, was Lenkleit automatisch disqualifizierte.

Wenig Glück hatten auch die beiden nächsten Springer Sepp Holzbaur („Kassen-Pepi“) aus Fürth und Gustav Razcnik, der singende Wirt aus dem Schwarzwald. Beide hatten das Pech, gleich zwei Millionen Mark zu erwischen, was dem Oberstaatsanwalt die Berechtigung gab, rücksichtslos von der Todesstrafe Gebrauch zu machen.