Auf dem Titelbild lächelt eine blonde, braungefärbte, ölglänzende, mit geschlossenen Augen selig genießende Totenmaske. Aber die Dame lebt, sie soll einen Eindruck des Urlaubslebens bei g-u-t-Reisen vermitteln. Die Dame hat Sonne im Herzen und Sonne auf dem Herzen. Und Sonne auf dem Herzen hat auch der neue g-u-t-Reisen-Winterkatalog. Viel Sonne und viel Schnee, alten und neuen.

Neu im dritten Winterprogramm von g-u-t-Reisen, die (so Geschäftsführer Karl-Heinz Helbing) „mit bisher 190 000 Buchungen ihr gestecktes Ziel für das Jahr 1971 und einen Zuwachs von 52 Prozent erreicht haben“, sind Skiflüge in die rumänischen Karpaten, Sonnenflüge nach Tunesien (Djerba, Zarzis) und nach Ibiza. Für das Bahn-Auto-Programm wurden jetzt in den italienischen Dolomiten das Val di Non, das Pustertal und das Grödnertal (mit 250 Skipisten das „Dorado der Wintersportler“) entdeckt. Ruhpolding wird mit einem Sonderpreis-Gag angeboten.

„Die Erfahrung, daß Apartments immer beliebter werden“ (so Helbing), hat die g-u-t-Planer veranlaßt, mehr Ferienwohnungen in der Bundesrepublik, Schweiz, Österreich und Frankreich ins Programm zu nehmen, die der Katalog sogar im Grundriß vorstellt.

Überhaupt bringt der Katalog auch einige interessante technische Neuerungen. So wird zum Beispiel die Lage von Hotels in Las Palmas und Puerto de la Cruz auf nachgedruckten Stadtplänen verzeichnet. Ein Pluspunkt zum Thema Prospekt-Ehrlichkeit und zugleich eine wertvolle Orientierungshilfe.

Ins IT-Programm wurden Fernreisen nach Indien, Südamerika und Ostasien aufgenommen; ein 27tägiger „Rund-um-die-Welt-Flug“ kostet 6200 Mark. Andere. Fernflugreisen wurden gestrichen – „wegen der schlechten Erfahrungen mit „Paninternational“ (Helbing). Langzeiturlaub gibt es außer auf Mallorca und an der Costa del Sol nun auch auf Ibiza. Reisedauer sechs, acht, zehn oder zwölf Wochen. Bei der Wahl der Orte wurde besonders auf Stadtnähe und Abwechslungsmöglichkeiten geachtet.

Wie im vergangenen Winterprogramm gibt es auch diesmal wieder Erster-Klasse-Flüge zu den Kanarischen Inseln. Für einen Aufpreis von 100 Mark darf der Gast beim Hin- und Rückflug in der ersten Klasse sitzen, 30 Kilogramm Freigepäck mitnehmen und, muß auch für alkoholische Drinks nicht bezahlen.

Im allgemeinen aber müssen auch g-u-t-Reisende in Zukunft mehr bezahlen. Während der durchschnittliche Preisanstieg für das Winterprogramm noch unter fünf Prozent liegt, rechnet man für die nächste Sommersaison mit Preissteigerungen zwischen fünf und zehn Prozent.

W. R.