Grundsätzlich ist das Trampen in der Bundesrepublik erlaubt. „Tramper dürfen überall da winken“ (so ein Hamburger Polizeisprecher), „wo Fußgänger stehen dürfen“, also nicht auf Autobahnen, zu denen allerdings die von Anhaltern bevorzugten Einfahrten gehören. In der Praxis gestattet die Polizei aber meist auch den Aufenthalt an den Einfahrten, „außer wenn Tramper in besonderen Situationen eine Gefährdung oder erhebliche Belastung des Verkehrs verursachen“.

Ein zwischen einem Kraftfahrer und einem mitgenommenen Tramper schriftlich geschlossener Vertrag, in dem der Tramper für den Fall eines Unfalls auf Schadensersatzansprüche verzichtet, ist entgegen einer vielfach verbreiteten Meinung durchaus verbindlich; es sei denn, daß der Tramper etwa als Minderjähriger ohne die Einwilligung seines gesetzlichen Vertreters den Vertrag unterschrieben hat. Außerdem bleiben Ansprüche, die sich aus einer von dem Kraftfahrer abgeschlossenen Insassenversicherung ergeben, von einem Verzichtvertrag unberührt.