Nordkredit: Großaktionäre verzichten

Wie schon 1969 so reicht bei der Norddeutsche Kreditbank AG, Bremen, auch 1970 der Gewinn nicht aus, um das gesamte Grundkapital von 19,5 Millionen Mark mit einer Dividende von 6 Mark je 50-Mark-Aktie bedienen zu können. Ein Teil der größeren Aktionäre, darunter die Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover-Braunschweig, sowie einige den Banken verbundene Kaufleute haben erneut auf eine Dividende verzichtet. Die unbefriedigende Ertragslage ist in erster Linie auf die Verluste zurückzuführen, die durch die 50prozentige Beteiligung an der in Schwierigkeiten geratenen Vereinigte Bausparkassen AG, Hannover, entstanden sind. Der Tenor des jetzt erschienenen Aktionärsbriefes läßt wenig Hoffnung auf eine wesentliche Ertragssteigerung im laufenden Jahr zu.

Magdeburger Feuer: Dividende verdient

Bei der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft (Großaktionär: Schweizerische Rückversicherung) ist 1970 die von 14 auf 8 Prozent reduzierte Dividende wenigstens echt verdient worden. Im vergangenen Krisenjahr machte sich die auf den letzten Hauptversammlungen oftmals kritisierte vorsichtige Bilanzpolitik bezahlt. Es entstand ein versicherungstechnischer Verlust von 7,9 (1,9) Millionen Mark. Dem steht ein auf 8,5 (2,9) Millionen Mark erhöhter Gewinn aus dem nichtversicherungstechnischen Geschäft gegenüber.

Lenzbau: Hohe Substanz

Die Lenz-Bau AG, Hamburg, zahlt für 1970 wieder eine Dividende von 9 Prozent. Damit haben sich die Börsengerüchte, die lange Zeit von einer Dividendensenkung sprachen, nicht bestätigt. Interessantester Punkt der Bilanz sind 2000 Wohnungen in Westberlin, die bisher in zwei Tochterunternehmen „verborgen“ wurden und nun sichtbar gemacht worden sind. Sie dokumentieren, daß Lenz-Bau über eine beträchtliche Substanz verfügt, deren Wert allerdings durch politische Ereignisse in Berlin beeinträchtigt werden kann.

Deutsch-Asiatische Bank: Singapur