Kölns Fußballfans waren entsetzt. Der Oberbürgermeister der viertgrößten.

Stadt der Bundesrepublik, Theo Burauen, vernutete gar, der nordrhein westfälische Innenminister und Sportbund Geschäftsführer Willy Weyer sei ein Gegner des Profisports schlecht iir. Grund des Verdachts: Weyer blockierte für 1974 Kölns Ehre als Gastgeber der- Fußball Wekmeisterschaf:.

Als oberster Komniunalkontrolieur beanstandete Weyer den Nachtragshaushalt der Stadt in Höhe von 20 Millionen Mark. Sechs dieser 20 Millionen hatten Kölns Stidtväter für 1971 fest für den Bau eines Wcltmeisterstadions eingeplant.

64 Millionen Marksollt? die aufwendige Fußbaliarenaosten, mit 80 wird bereits heute intern gerechnet. Der Innenmin; ster wies den Nachtragshaushalt jedoch zurück, und Kölns Stadtvätermußten vom Stadioiuau zunächst Abstand nehDabei war schon zu dem Zeitpunkt, als sich Köln als einer der Austragsorte für die rußbail Weitmeisterschaft 197bewarb, längst abzusehen, wie prekär die Finanzmisere der Stadt ist und noch werden würde. Seit vielen Jahren lebt die Stadt bereits von uer Hand in den aMund. Sie hat Projekte in die Welt gesetzt, ohne gleichzeitig vcrbindücn erklären zu können, daß ihre Finanzierung gesichert ist.

Doch diesmal k; m der sonst als sportfreudi j geltende Innenminister nicht umhin, die - Kölner vor einer drohenden F:nanzkatastrophe zu bewahren. Lr forderte Einsparungen, gleich welcher Art.

Das Machtwort des lnnenmin isters brachte den auf Stadion und Weltmeisterschaft versessenen Kölnern eine Idee, die ihnen bereits früher li äue komiv en können So erinnerte die I an Jas Angebot einer Ma"idui "vviscne -!

Firma, das Sadion li:r 35 Millionen Mark ubauen und die Bausuinmc-der Stad:überdies auf fünf Jahre utreditieren. Auch die übrigen Fraktionen sind plötzlich bereit, nacn billigeren Stadienbauten Ausschau zu halten.