Einer neuen Regierung werden gewöhnlich 100 Tage Zeit gegeben, ehe man sie voll der Kritik aussetzt; sie darf sich erst „einleben“. Die 100-Tage-Grenze passiert hat nun auch das Floating, die Freigabe des Wechselkurses der Deutschen Mark gegenüber dem amerikanischen Dollar. Das Resümee: Die Rechnung der Deutschen Bundesbank ist aufgegangen. Per Saldo sind die Devisenreserven in Frankfurt, die früher bei jeder Dollar-Krise anzusteigen pflegten, netto um rund sieht Milliarden Mark niedriger als Anfang Mai zu Beginn der Floatings. Noch etwas machte der freie Wechselkurs transparent: Die Schwäche des Dollars. In der Floating-Zeit nämlich verlor der Dollar mehr als achtProzent an Wert.

Quelle: Deutsche Bundesbank