Das Ölscheichtum Bahrain hat seine Unabhängigkeit erklärt und alle Verträge mit London offiziell aufgekündigt. Scheich Soliman el-Khalifa, Oberhaupt des 200 000 Einwohner zählenden Emirats, kündigte an, daß sich sein Land um die Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen und der Arabischen Liga bewerben werde. Gleichzeitig schloß Bahrain einen neuen Freundschaftsvertrag mit der bisherigen Schutzmacht Großbritannien, das die Entscheidung des Ölscheichs begrüßte.

„Diese Lösung ist nicht ideal, aber sie hat gute Aussichten zu funktionieren“, merkte die Times an. London wird nach 151 Jahren seine Truppen bis Ende 1971 aus dem Persischen Golf abziehen. Eine ideale Lösung wäre nach englischer Auffassung eine Konföderation von Bahrain, Katar und den sieben sogenannten Vertragsstaaten gewesen. Sie scheiterte an persönlichen Querelen der Herrscher. Nach Bahrain wird nun auch Katar bald seine Unabhängigkeit erklären.

Die arabischen Länder haben dem neuen souveränen Staat sofort Hilfe zugesagt. Ein gleiches Versprechen kam aus Teheran, das freilich noch vor gut einem Jahr die Ölinsel für sich beanspruchte, bevor die Vereinten Nationen Bahrains Recht auf Souveränität anerkennten.