Klöckner: Über acht Milliarden Mark Gruppenumsatz

Die Handelsgesellschaft Klöckner & Co., Duisburg, deren Kapital zu rund 90 Prozent bei der Klöckner-Stiftung liegt und die wiederum knapp die Hälfte des Aktienkapitals der Klöckner-Humboldt-Deutz AG hält, hat ihren Umsatz 1970 um 10,2 Prozent auf 5,043 Milliarden Mark erhöht. Dagegen blieb die Erlösverbesserung von 39,1 auf 42,95 Milliarden Mark unter zehn Prozent. Zur Erlösverbesserung trugen allein die Beteiligungsgesellschaften bei. Die gesamten Umsätze der Klöckner-Gruppe, zu der noch die Klöckner-Werke AG zählen, stiegen im vergangenen Jahr ohne Innenumsätze und Mehrwertsteuer um 17 Prozent auf 8,278 Milliarden Mark.

F & G: Mit Philips geteilt

Der Konzernumsatz der Felten & Guilleaume-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 1970 um 13 Prozent von 853 auf 963 Millionen Mark. Dennoch reichten der Umsatzanstieg und die Rationalisierungsmaßnahmen nicht aus, den Kostenanstieg bei Löhnen, Material und Zinsen aufzufangen, so daß der Jahresgewinn von 13,6 auf 11,4 Millionen Mark zurückging. Die Dividende wurde von 12 auf 10 Prozent zurückgenommen. Zu Beginn des Geschäftsjahres hat der luxemburgische Großaktionär Arbed die Hälfte seiner rund 70prozentigen Beteiligung an der deutschen Konzerngesellschaft Felten & Guilleaume Carlswerk AG an den holländischen Elektrokonzern N. V. Philips’ Gloelampenfabrieken abgegeben.

Röchling Arbed: Fusion an der Saar

Nachdem die Kommission der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel der Verschmelzung des Röchling-Hüttenwerks mit der Burbach-Hütte in Saarbrücken zugestimmt hat, ist an der Saar ein neuer Stahlgigant entstanden. Das neue Unternehmen, die Röchling-Burbach GmbH, hat eine Kapazität von rund 3,5 Millionen Tonnen Rohstahl und beschäftigt 23000 Mitarbeiter. Auf dem Sektor Profilstahl ist die GmbH, an der die Röchlingschen Eisen- und Stahlwerke GmbH und die Luxemburgischen Acièries Réunies de Burbach Eich-Dudelange S. A. (Arbed) mit jeweils 50 Prozent beteiligt sind (Stammkapital 330 Millionen Mark), der größte Produzent der Bundesrepublik. In der Rohstahlerzeugung liegt die Röchling-Burbach GmbH an sechster Stelle.

Nürnberger Leben: Überschuß gesteigert

Die Aufnahme der Lebensversicherung in den Anlagekatalog der Vermögensbildung hat sich auf das Neugeschäft der Nürnberger Lebensversicherungs AG positiv ausgewirkt: Der Versicherungsbestand stieg 1970 von 4,987 auf 5,567 Milliarden Mark; inzwischen wurde auch die Sechs-Milliarden-Marke überschritten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die Beitragseinnahmen auf 264 Millionen Mark. Die Kapitalanlagen haben eine Höhe von 1,158 Milliarden Mark erreicht und erzielten einen Durchschnittszins von sieben Prozent. Gegenüber 1969 stieg der Überschuß beträchtlich und wird mit rund 54 Millionen ausgewiesen. Die Dividende auf das Grundkapital von 480 000 Mark beträgt unverändert zwölf Prozent.