Am 15. August sorgte Präsident Richard Nixon mit seiner Fernseherklärung nicht nur für den Ausbruch einer Krise. Er löste gleichzeitig eine Serie von Beratungen und Konferenzen aus, deren Ende noch nicht abzusehen ist.

Die erste Beratungsrunde gehörte den Regierungen. Und an den wichtigsten Finanzplätzen der Welt (außer Tokio) blieben die Devisenbörsen geschlossen. Am 16. August begannen aber auch schon die internationalen Kontakte. Der amerikanische Unterstaatssekretär Paul Volcker reiste nach London, um Engländern, Franzosen, Italienern und Deutschen die Maßnahmen seines Präsidenten zu erläutern.

In Brüssel setzten die Konsultationen am 17. August ein. Nach dem EWG-Währungsausschuß beriet am gleichen Tag die Kommission. Am 19. und 20. August beherrschte in Brüssel der EWG-Ministerrat die Szene. Auch Schatzkanzler Barber eilte von London nach Brüssel.

Nach 16 Stunden ging der Ministerrat ohne Einigung auseinander. Die Bundesrepublik beharrte auf flexiblen Kursen, Frankreich verweigerte die Freigabe der Franc-Parität. Die übrigen Partner hatten sich der deutschen Position angenähert.

Der Brüsseler Mißerfolg veranlaßte die Japaner, von der erwarteten Aufwertung des Yen abzusehen. Israel dagegen meldete am 22. August eine Abwertung seines Pfundes um 20 Prozent.

Nach einwöchigen Schweigen veröffentlichte am gleichen Tag der Internationale Währungsfonds (IWF) in Washington ein erstes offizielles Kommuniqué. Der IWF entband darin alle Mitglieder von der Plicht, ihre Währung in einer festen Parität an den Dollar zu binden.

Am 23. August waren die meisten Devisenbörsen (außer in der Schweiz) wieder geöffnet. Der Handel verhielt sich jedoch abwartend. Einen Tag später beriet in Genf auch der Rat des Internationalen Zoll- und Handelsabkommens GATT die neue Lage.