Hoffnung ist oft ein Jagdhund ohne Spur.

Shakespeare

Filmfestival in Hamburg

In Hamburg tut sich was. Vom ersten Schnuppern am inzwischen fast schon legendären Underground auf der Reeperbahn hat sich die „Filmschau“ der Filmmacher Cooperative, in diesem Jahr gemeinsam mit dem Münchner Syndikat der Filmmacher veranstaltet, zu einem veritablen Festival gemausert. In den Kinos „Abaton“, „Dammtor“ und „Thalia“ laufen vom 1. bis 5. September nicht weniger als sieben verschiedene Programmketten, täglich von elf Uhr bis nach Mitternacht: Neue Filme des Syndikats, der Filmhochschulen in München, Berlin und Ulm sowie des New American Cinema, politische Zielgruppenfilme, Super-8-Filme, neue Produktionen der Hamburger Coop und schließlich mehrere Beispiele aus dem „Forum des Jungen Films“, dem Gegenprogramm der diesjährigen Berlinale. Zu allen Filmen gibt es ausführliches Material, die meisten Regisseure sind zu Diskussionen im „Kommunikations-Zentrum Abatin“ anwesend.

Wittgenstein-Haus: gerettet?

Erschreckt durch die ebenso unerwartete wie lebhafte Kritik (auch in der ZEIT) und gedrängt durch die Empfehlungen vieler Fachleute, hat das österreichische Bundesdenkmalamt das Wittgenstein-Haus in Wien nunmehr unter Denkmalschutz gestellt. Das dreistöckige Wohnhaus, das 1926 bis 1928 vorwiegend nach den Plänen des Philosophen gebaut worden ist, sollte einem einträglicheren Bauwerk weichen: einem sechzehnstöckigen Hotel. – Aber in Wien gibt es immer noch Zweifler; denn die Strafe für ein „zufällig“ abgerissenes Baudenkmal ist preiswert: umgerechnet knapp 600 Mark.