Hervorragend:

"Vier im roten Kreis", von Jean-Pierre Melville. "Little Big Man", von Arthur Penn. "Der Tod in Venedig", von Luchino Visconti.

Im Fernsehen: "Die Hoffnung" (Frankreich 1939), von André Malraux (West III am 25. September), kann heute in einzelnen Szenen und Dialogen steif, gestelzt und unecht wirken. Dabei sind über neunzig Prozent des Film während des spanischen Bürgerkriegs entstanden, von den er handelt, sozusagen auf freiem Feld und mit Leuten, die nichts anderes spielten, als was sie vorher im Kampf gegen die faschistische Usurpation erlebt hatten. Der revolutionäre Atem, das Pathos, die revolutionäre Geste, die den Akteuren selbstverständlich sind – das alles ist uns fremd geworden, und das spricht nicht unbedingt gegen den Film. PWJ

"Unsere liebe Frau von den Türken" (Italiei 1968), von Carmelo Bene (Hessen III am 24. September). "Fieber im Blut" (USA 1960), von Elia Kazan (Bayern III am 24. September. "Letztes Jahr in Marienbad" (Frankreich 1961), von Alain Robbe-Grillet (Südwest III am 25. September). "Abgeschlagene Köpfe" (Spanien/Brasilien 1970), von Glauber Rocha (Bayern III am 26. September).

Sehenswert:

"El Condor", von John Guillermin. Wenn man großzügig übersieht, daß der Plot an Don Siegels "Ein Fressen für die Geier" (Idee Budd Bötticher) erinnert und der ehemalige Football-Star Jim Brown sich immer noch so bewegt, als wäre gerade Halbzeit, kann man an dem Film sehr viel Spaß haben. Das liegt an Lee van Cleef, Chefkopfgeldjäger des Italo-Western, der zum ersten Mal komisch sein darf. Warum erst jetzt?

BB