Der Chef des Strafvollzugswesens im amerikanischen Bundesstaat New York, Oswald, mußte revozieren: Neun Gefängnisbedienstete, die bei der blutigen Niederschlagung der Revolte im Staatsgefängnis von Anita ums Leben kamen, starben durch Kugeln der Befreier und nicht, wie er zuvor behauptet hatte, weil Gefangene den Geiseln die Kehle durchgeschnitten hätten, insgesamt forderte der Sturm auf das Gefängnis 36 Menschenleben; ein Aufsehe- und drei Häftlinge wurden während der Meuterei umgebracht.

Ein Sonderausschuß des Kongresses hat eine Untersuchung aufgenommen. Sein Vorsitzender Pepper erklärte am Wochenende, die Tragödie hätte vermieden werden können wenn genügend Geld zur Verfügung gestanden hätte, den Strafvollzug zu verbessern. Gouverneur Rockefeller beziffere die Summe zur Erreichung eines "angemessenen Niveaus" im Strafvollzug seines Bundesstaats auf 100 bis 200 Millionen Dollar. Ein Sprecher des Weißen Hauses bekräftigte, daß Präsident Nixon Rockefellers Entscheidung, Attica zu stirmen, nach wie vor billige. Farbige Abgeordnete und Organisationen erhoben dagegen schwere Vorwürfe sowohl geger die Niederschlagung des Aufstandes wie gegen die Praktiken im Staatsgefängnis. Ein Nationalgardist sagte vor Gericht aus, nach der Niederwerfung der Meuterei sei es zu Gefangenenmißhandlungen gekommen.