Die Erfolgsbilanz der in unserer unten stehenden Tabelle enthaltenen Dollarfonds wird durch die Aufwertung der Mark gegenüber dem Dollar und vielen anderen ausländischen Währungen getrübt. Vom diesjährigen "Gewinn" müssen richtig rechnende Anleger zur Zeit etwa 10 Prozent abziehen. Wenn es nach den Wünschen der US-Regierung gehen sollte, würden, es eines Tages sogar 15 Prozent werden. Dieser Verlustquelle sind sich die Besitzer von Dollar-Fonds sicherlich nicht bewußt gewesen, als sie – meist verführt von cleveren Verkaufskanonen – ihre Anteile an Auslandsfonds erwarben. Jetzt ist der Katzenjammer da. Die meisten Dollar-Fonds mußten wegen der erst im vergangenen Jahr beendeten jahrelangen Wall-Street-Baisse eine spürbare Wertschmälerung ihrer Vermögen hinnehmen, deutsche Anleger haben jetzt zusätzlich die Mark-Aufwertung von 1969 und die gegenwärtige, also zusammen etwa 19 Prozent, zu überwinden.

Wenn man die Währungsfrage berücksichtigt, erscheinen die Anlageerfolge der in Mark notierenden Neckermann-Fonds, Patrimonial und Valeurop in einem besseren Licht. Hier sind alle Wechselkursänderungen im Rücknahmepreis schon bereinigt.

Unter Berücksichtigung, der Währungsfrage ist auch der Anlageerfolg des in Schweizer Franken notierenden Formula Selection Fund noch recht solide, selbst wenn er im August mit einem Minus von 5,6 Prozent abschloß. Der zur gleichen Familie gehörende Japan Selection Fund hatte im August eine Wertschrumpfung von 5,1 Prozent zu verdauen, was angesichts der japanischen Börsenschwäche noch als annehmbar gelten kann. Für deutsche Anleger betrüblich: Das 1971er Plus von 20,2 Prozent ist um den Aufwertungssatz der Mark gegenüber dem Dollar zu kürzen.

Sieht man einmal von den Wechselkursproblemen ab, so haben alle in unserer Aufstellung enthaltenen Fonds in diesem Jahr ein Plus erreichen können. Mit zwei Ausnahmen: Francit – 2 Prozent und Itac – 14,6 Prozent. Der erste konzentriert seine Anlagepolitik auf Frankreich, der zweite auf Italien. In beiden Ländern ist die Börsensituation unbefriedigend. Für die Mailänder Börse sieht man nicht einmal die Chance einer durchgreifenden Besserung. Anders dagegen steht es mit der Pariser Börse. Der französischen Wirtschaft geht es nicht schlecht. Wenn das internationale Kapital dennoch französische Aktien meidet, dann spielt dabei einmal die ungeklärte Stellung des französischen Franken in einem neuen Weltwährungssystem eine Rolle, zum anderen aber auch die Neigung der Pariser Regierung, schwierige Probleme mit Hilfe des Dirigismus lösen zu wollen.

Zum Schluß noch ein Wort zum IOS-Fonds IIT: Mit dem bisherigen Anstieg in diesem Jahr von nur 5,7 Prozent haben die deutschen Anteilsinhaber noch nicht einmal den Währungsverlust überwunden, denn IIT wird in Dollar notiert. Von Leistung kann vorerst keine Rede sein.

K. W.