Schon im Jahr 1969 hat die Erba AG für Textilindustrie, Erlangen, die seit Jahren verbissen um mehr Rentabilität kämpft, nur dank außerordentlicher Erträge einen Verlustausweis umschiffen können. 1970 kam als zusätzliches Handikap ein Brand in der Ausrüstungsanstalt Wangen/Allgäu dazu, der Maschinen und Vorräte vernichtete und in den letzten beiden Monaten einen Umsatzausfall von zehn Millionen Mark verursachte (der Umsatz konnte dennoch um fast 14 Prozent auf 230 Millionen Mark heraufgeschraubt werden).

Der Brandschaden hat in der Ertragsrechnung dicke Spuren hinterlassen: An Versicherungsleistungen wurden nicht weniger als 35 Millionen Mark unter Erträgen aus Anlageabgängen und außerordentlichen Einnahmen verbucht. Der größte Teil davon wurde mit Ersatzinvestitionen verrechnet, in eine Sonderrücklage eingestellt, für Teilwertabschreibungen und zur Deckung erhöhter Aufwendungen abgezweigt. Doch ein "Rest" ist offenbar in die allgemeine Rechnung eingeflossen. Auch wenn der Schluß, der rote Hahn habe somit den roten Zahlen entgegengewirkt, voreilig sein mag: Die Brandkasse hat vermutlich herhalten müssen, wenigstens vier (nach sechs) Prozent Dividende auf 30 Millionen Mark Aktienkapital vorzuschlagen. Es ist fraglich, ob das Ergebnis ohne den Brand besser ausgefallen wäre. Der Vorstand legt allerdings Wert auf die Feststellung, daß das Betriebsergebnis ausgeglichen war. Der Taxkurs je 100-Mark-Aktie bewegte sich zuletzt mit 180 Mark auf der Höhe des Jahrestiefstkurses von 1970 (Höchststand: 290). Bö