Gefährliche Flüssigkeiten sollen in Zukunft deutsche Binnen-Wasserstraßen nicht mehr verunreinigen. Dafür soll das jüngste Kind der Londoner Panocean Shipping & Transport und der Hamburger Lloyd (Dr. Jürgen Bernhold & Co.), die neugegründete Panocean Lloyd sorgen.

Rechtzeitig vor Inkrafttreten einer neuen Verordnung über die Sicherheit beim Transport flüssiger Produkte auf den europäischen Flüssen gab die neue Firma den Bau von sechs neuen Flüssigkeit-Containerschiffen bekannt. Zuerst werden sie auf dem Rhein eingesetzt.

Das Neuartige an den Schiffen ist eine Doppelhülle, wie sie zur Zeit nur bei einigen Übersee-Tankern vorhanden ist. Diese Hülle, die für Ballastzwecke genutzt wird, wirkt im Falle einer Kollision wie eine Knautschzone.

Ein weiterer Vorteil der Tankschiffe, die eine Tragfähigkeit von 1350 bis 1880 Tonnen haben: Die einzelnen Tanks bestehen zum Teil aus Edelstahl mit einer Kunststoffbeschichtung. Das garantiert dem Verlader ein Maximum an Sauberkeit, so daß sowohl Schwefelsäure als auch Speiseöl in ihnen transportiert werden könnte. Die sechs Schiffe, von denen die ersten im nächsten Jahr in Fahrt gehen sollen, kosten rund 20 Millionen Mark. jfr