Frankreichs staatliche Erdölgesellschaft Elf-Erap gab nach. Im Frühling waren die in Algerien tätigen französischen ölgesellschäften zu 51 Prozent enteignet worden. Ende Juni, als sich die Compagnie Française des Petroles (CFP) mit Algier einigte, wurde Elf-Erap bockig. Ihr Faustpfand: Boykott der von ihr kontrollierten Trapsa-Pipeline, die vom algerischen Erdölzentrum In-Amenas zum tunesischen Hafen La Skhira führt.

CFP einigte sich im Juni auf eine Zusammenarbeit mit der algerischen Staatsgesellschaft Sonatrach. 160 CFP-Techniker wurden Algeriern untergeordnet.

Elf-Erap war aber auch härter betroffen. Vor der Verstaatlichung bezog das französische Staatsunternehmen die Hälfte seiner Produktion aus Algerien.

Die jetzt erzielte "grundsätzliche" Einigung entspricht einer Kapitulation. Entsprechend den algerischen Forderungen wird die Tonnage der Elf-Erap wahrscheinlich um zwei Drittel reduziert: von früher 18 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr auf fünf bis sechs Millionen. Außerdem wird die Kontrolle über in Algerien arbeitende Tochtergesellschaften Algier übertragen. Der Pipeline-Boykott wird stillschweigend aufgehoben. bke