Ich war in diesen Monaten unheimlich fleißig, was man so fleißig nennt: Man wird geschickt, und man arbeitet. Sehr angenehm, die Sache, denn ich erkannte meinen Fleiß unschwer in den Kolonnen meiner Bankauszüge wieder. Aber es gab nicht bloß eine Haben-, sondern auch eine Soll-Seite: Jeder Tausendmarkschein auf der einen Seite war auf der anderen ein Bündel’ von tausend Seufzern.

Früher, sagte E., nannte man das einen Schlafburschen, einen Mann, der nur noch zu Hause ist, wenn er schlafen muß.

Einwand: Was kann ich dafür, daß die sich um mich reißen! Schau, ich muß nicht mehr um einen Auftrag betteln, sondern sie bitten mich, verstehst du?

Ich verstehe – aber vielleicht erinnerst du dich, wie wir glücklich waren, als du deine Goldhochzeitspaare am Chiemsee für fünfzehn Mark geknipst hast?

Ja, ja, ja, ich weiß, ich weiß, ich weiß.

Red nicht so störrisch.

Ist das störrisch, wenn mir einfällt, daß du damals gelitten hast...