Frage: Vor rund einem Jahr, Herr Minister Schmidt, haben Sie eine neue Regelung für die Förderung "wehrpflichtiger Spitzensportler"erlassen.

Können Sie heute von einer verbesserten "Sportförderung in der Bundeswehr" sprechen?

Helmut Schmidt: Ja, das kann ich; denn die Regelung für die Förderung wehrpflichtiger Spitzensportler hat sich bewährt. Die Verantwortlichen der Sportfachverbände und die Sportler haben dies bestätigt. Außerdem läßt es sich durch Ergebnisse und Zahlen beweisen; dazu einige Beispiele:

Hans-Peter Hofmeister plazierte sich bei den Europameisterschaften der Leichtathleten hervorragend, und wenige Tage später gewann er bei den Internationalen Militärmeisterschaften des Conseil International du Sport Militaire (CISM) die Goldmedaillen über 100 und 200 m in international bemerkenswerten Zeiten. Ähnliches gilt für seine Mannschaftskameraden Hennig, Reich und Kannenberg, alle Soldaten in einer Sportfördergruppe.

Aber auch bei anderen Sportarten wird deutlich, daß sich das konzentrierte Training in den Fördergruppen und Lehrkompanien auswirkt. Ich nenne als Beispiele Hein und Convents als Fechter, die Schwimmer Hillemeyer und Huda, die Wasserballmannschaft und nicht zuletzt die Olympiaauswahl des Deutschen Fußballbundes, in der sechs Soldaten Stammspieler sind. Diese Aufzählung läßt sich aus fast allen Bereichen des Sports ergänzen.

Auch die ständig wachsende Zahl der Anträge des Deutschen Sportbundes, mit denen um eine Aufnahme in eine Fördergruppe/Lehrkompanie gebeten wird, beweist, daß unter den Trainingstigen Spitzensportlern die günstigen Trainingsmöglichkeiten bei der Bundeswehr bekannt geworden sind.

Zur Zeit sind 300 Spitzensportler als Soldaten in den zwölf Fördergruppen und zwei Lehrkompanien. Je Quartal kommen etwa 25 Spitzensportler hinzu.