Die Berufschancen für Politologen haben sich verbessert. Das stellte der Deutsche Politologenverband fest. Rund 1500 Politologen sind in der Bundesrepublik und in West-Berlin in führenden Positionen tätig. Neue Tätigkeitsbereiche finden die Hochschulabsolventen vor allem in Volkshochschulen, Berufsschulen, Parteien und in der Wirtschaft.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund will sich jetzt um die Management-Ausbildung kümmern. Er plant die Gründung eines Instituts für Führungsaufgaben. Offensichtlich fürchtet der DGB, daß die Arbeitnehmer zu wenig von den bestehenden Weiterbildungsmöglichkeiten profitieren können. In der DGB-Bundesschule in Hattingen haben bereits erste Kurse dieser Art stattgefunden.

Die Zahl der Gastarbeiter wächst weiter: Ende September waren 2,24 Millionen Ausländer an Arbeitsplätzen in der Bundesrepublik beschäftigt. Das sind fast zehn Prozent aller Arbeitnehmer. Übrigens lag schon 1907 im Deutschen Reich der Anteil der Ausländer bei 4,1 Prozent. Damals kam die Hälfte aller "Gastarbeiter" aus Österreich-Ungarn und Rußland. Heute halten Jugoslawen und Türken die Spitze.

Mehr als 7000 Studenten bleibt in Hessen vermutlich nur der Ausweg in Notquartiere. Sie finden keine Unterkunft für das jetzt beginnende Wintersemester. Allein in Marburg hatten 1000 Studentinnen und Studenten keinen Erfolg bei der Zimmersuche. Besonders betroffen scheinen ausländische Studenten. So blieb in Aachen ein gemeinsamer Aufruf von Rektor und Bürgermeister ohne Echo.

Frauen im Postdienst müssen die gleichen Chancen im Beruf haben wie ihre männlichen Kollegen. Das betont Bundesminister Georg Leber in einem Brief an die Oberpostdirektionen. Auch in Führungspositionen sind Frauen "in angemessenem Umfang" zu befördern. In den letzten zehn Jahren waren etwa ein Drittel der Nachwuchskräfte für den gehobenen Verwaltungsdienst Frauen. Der Grundsatz der Gleichberechtigung – so Minister Leber – muß aber vor allem für die Aufstiegschancen bis in die Spitzenpositionen stärker als bisher beachtet werden.

Nach Aushilfskräften für die Schulen wird jetzt nach rettenden Engeln für Krankenhäuser gesucht. Die Stadt Frankfurt hofft, umgehend 450 Berufsanfänger und ehemalige Krankenschwestern zu finden. Denn in den Frankfurter Krankenhäusern können 350 Betten nicht ständig belegt werden, weil Schwestern und Pfleger fehlen. Bereits ein Zehntel des Frankfurter Pflegepersonals kommt aus dem Ausland.