Zu einem dreitägigen Staatsbesuch trafen am Montag der japanische Kaiser Hirohito und Kaiserin Nagako in der Bundesrepublik ein. An Stelle des erkrankten Bundespräsidenten Heinemann begrüßte sie Bundesratspräsident Koschnick (rechts Frau Heinemann). Das Kaiserpaar war nach seinen Besuchen in vier europäischen Ländern, zuletzt in Großbritannien und den Niederlanden, am Wochenende zu einem Privatbesuch in die Schweiz gereist. Erste "Station" ihrer Deutschlandfahrt war München: In 1200 Meter Höhe umkreiste die von Bundeswehrflugzeugen eskortierte japanische Maschine das Olympische Gelände. Auf dem Flughafen Köln-Wahn wurden die japanischen Gäste mit militärischem Zeremoniell und 21 Schuß Salut empfangen. Nach der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Bonn fanden abends in Schloß Brühl ein Empfang und ein Gala-Diner statt. Hirohito unterstrich dabei die "Schicksalbande" beider Völker und hob die deutschen Beiträge zur Entwicklung Japans und seiner Öffnung zur westlichen Welt hervor.