Ohne eine ausgebaute Gesellschaftstheorie ist das nicht zu leisten.

Hacker spricht von der "Irrationalität der... durch Macht- und Besitzverteilung manipulierten Aggression"; mit scharf gespitzten Aperçus zieht er gegen Generäle, Industriekapitäne und Politiker vom Leder, die den Massen die Segnungen der Blindheit verordnen, um sehend lenken zu können. Aber Näheres über die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher und politischer Macht und gesellschaftlicher Aggression erfährt man nicht. So kann die Forderung nach "menschlicher Kontrolle über die Institution an Stelle der gegenwärtigen Kontrolle des Menschen durch die Institutionen keinen konkreten Inhalt gewinnen. Was bleibt, ist eine teils sympathische, teils in ihrer weitschweifigen Redseligkeit ermüdende Predigt und ein Haufen offener Fragen.

Erschöpft von der Lektüre, wünscht man sich, ein guter Freund hätte dem Autor rechtzeitig geraten, den wuchernden Wildwuchs seiner Assoziationen, Fabulationen, Spekulationen, Aberrationen und Konfessionen kräftig zurückzuschneiden und dafür seine Hauptthesen klar und folgerichtig zu entwickeln und gründlich zu belegen. So liegt nun ein massiver Brocken wissenschaftlicher Belletristik allzu gewichtig in den Seller-Tellern.