Hervorragend:

"Die Milchstraße", von Luis Buñuel. "Vier im roten Kreis", von Jean-Pierre Melville. "Lion’s Love", von Agnes Varda.

Im Fernsehen: "Ritt im Wirbelwind" (USA 1966), von Monte Hellman (Bayern III am 22. Oktober). Es ist schick, vom "Spätwestern" zu reden, aber viel eher als die Produktionen, die so subsumiert werden, trifft der Begriff die Filme Hellmans. Sie endlich haben keine identifikationstauglichen Helden mehr, die Personen agieren vielmehr wie Marionetten in einer unwirklichen Welt. Es gibt keine Sicherheit mehr, nur noch die vom Sinn abgelösten Rituale eines Genres, das intellektualisiert erscheint und unglaublich modern – wobei freilich in diesen Endspielen vom Westen auch modischem Existentialismus gefrönt wird. PWJ

"Die 42. Straße" (USA 1933), von Lloyd Bacon (Bayern III am 23. Oktober). "Die Sammlerin" (Frankreich 1967), von Eric Rohmer (Südwest III am 23. Oktober). "Besessen" (Italien 1942), von Luchino Visconti (West III am 23. Oktober). "Arsenal" (UdSSR 1928), von Alexander Dowshenko (West III am 24. Oktober). "Underworld" (USA 1927), von Josef von Sternberg (Nord III am 24. Oktober). "Blondinen bevorzugt" (USA 1953), von Howard Hawks (Hessen III am 28. Oktober).

Sehenswert:

"El Condor", von John Guillermin. "Der Anderson-Clan", von Sidney Lumet.

Im Fernsehen: "Bestie Mensch" (Frankreich 1938), von Jean Renoir (ZDF am 25. Oktober), nach dem Roman von Emile Zola gedreht, übersteigt in der poetischen Kraft die Vorlage bei weitem. Renoir läutert die Kolportage vom kranken Mörder Lander, der statt des verbrecherischen Ehemanns Roubaud dessen Frau Severine, seine Geliebte, tötet, durch sensible Genauigkeit. Der Film beginnt wie eine Dokumentation über die Eisenbahn, deren Landschaft und Klima bestimmend bleibt: Alles scheint in Rauch und Ruß getaucht, eine Atriden-Tragödie des technischen Zeitalters. Gabin spielt eine seiner besten Rollen, Simone Simon ist geradezu attisch.