Müde Playboy-Aktie

Hugh M. Hefner, Mehrheitsaktionär der Playboy Enterprises in Chicago (72 Prozent) will, wie einst Duzfreund Berni Cornfeld seine lOS-Aktien, mittels eines 50-seitigen Farbprospekt mit delikaten Illustrationen Playboy-Aktien hoffähig machen. Da nur 20 Prozent emittiert werden, glauben die Emissionsfirmen, daß das Papier im Freiverkehr iberzeichnet wird und in Kürze ein Kursziel von 55 Dollar erreicht. Für den Anleger ist jedoch Skepsis am Platze, denn die Playboy-Aktie ist mit 25 Dollar bereits mit dem 20-fachen des Gewinnes bewertet. Die Playboy-Unternehmen, Clubs, Hotels, Ferienzentren, arbeiten mit sinkenden Profiten. Die Hotels sind bereits in den roten Zahlen. Es ist zweifelhaft, daß das Playboy-Magazin, das den Firmenumsatz zu 80 Prozent ausmacht, in einen neuen Auflageboom gerät. Mit 5,9 Millionen Aufage erreichte es in diesem Jahr nur noch eine Steigerung von 8 Prozent gegenüber 20 Prozent vor 3 Jahren. Der Vorschlag: Hände weg.

mmobilien an der Börse

Am Mittwoch dieser Woche eröffnet in Bonn die erste Groß-Börse für Immobilien ihre Tore. Die Industrie- und Handelskammern als Väter der neuen Institution erklärten, daß die Markttransparenz dadurch erheblich erhöht werden könnte. Börsenzulassung sollen nur solche Makler erhallen, die ihre finanzielle Unabhängigkeit, Zuverässigkeit und Fachkunde nachweisen können. Ziel der Vereinigung soll es sein, Angebotslisten in wöchentlichen Konferenzen zu diskutieren, um Angebot und Nachfrage auszugleichen. Es ist nicht geplant, auch das Geschäft mit leicht absetzbaren Objekten über die Börse abzuwickeln.